DEEBOT T90 PRO OMNI: ECOVACS bringt Top-Features in die Mittelklasse
ECOVACS präsentierte im vergangenen Jahr mit dem DEEBOT T80 OMNI einen echten Preisbrecher, der den Saugroboter-Markt ein Stück weit auf den Kopf stellte. Der Clou: Der Hersteller setzte erstmals bei einem Mittelklasse-Saugroboter auf die aktuell stark im Trend liegende Wischrolle, die in der Praxis deutlich bessere Ergebnisse liefert als klassische rotierende Wischpads. Damit war das Modell, das regelmäßig für unter 500 € im Angebot erhältlich war, der günstigste Saugroboter mit Wischrolle und entwickelte sich schnell zu einem echten Preis-Leistungs-Hit.
Nun legt ECOVACS mit dem neuen DEEBOT T90 PRO OMNI nach und setzt dabei auf Features, die man sonst nur aus den Topmodellen, wie dem X11 OmniCyclone kennt. Wir haben für euch alle Infos, die technischen Daten sowie den Vergleich mit den ebenfalls neu erschienenen DEEBOT T90 OMNI und DEEBOT T80S zusammengestellt.
Technische Daten und Unterschiede der DEEBOT T90-Serie und dem DEEBOT T80S
| Modell | ECOVACS DEEBOT T90 PRO OMNI | ECOVACS DEEBOT T90 OMNI | ECOVACS DEEBOT T80S OMNI |
| UVP | 799 € | 699 € | 649 € |
| Navigation | Mini-ToF | Mini-ToF | dTOF-LiDAR-Sensor |
| Hindernisvermeidung | AIVI 4.0 3D: Strukturiertes-Licht + RGB-Kamera | AIVI 4.0 3D: Strukturiertes-Licht + RGB-Kamera | AIVI 3.0: 3D Strukturiertes-Licht + RGB-Kamera |
| LEDs für dunkle Areale | ✔️ | ✔️ | ✔️ |
| Saugkraft | 30.000 Pa | 30.000 Pa | 24.800 |
| BLAST-Technologie | ✔️ | ✔️ | ❌ |
| Wischtechnologie | OZMO Roller 3.0 | OZMO Roller 3.0 | OZMO Roller 2.0 |
| ausfahrbares Wischpad | ✔️ | ✔️ | ✔️ |
| Mopp Hebehöhe | 15 mm | 15 mm | 10 mm |
| Anhebbare Haupt- und Seitenbürste | ✔️ | ✔️ | ✔️ |
| Auffüllen des Wassertanks | ✔️ | ✔️ | ✔️ |
| Absaugstation | ✔️ | ✔️ | ✔️ |
| Reinigung der Wischfunktion | ✔️ | ✔️ | ✔️ |
| Fresh-flow Power Washing | ✔️ | ✔️ | ❌ |
| Frischwassertank (Station) | 4 Liter | 4 Liter | 4 Liter |
| Schmutzwassertank (Station) | 2,2 Liter | 2,2 Liter | 2,2 Liter |
| Staubbeutel Station | 2,5 Liter | 2,5 Liter | 3 Liter |
| Heißwasser-Selbstreinigung | 40 bis 75 °C | 40 bis 75 °C | 40 bis 75 °C |
| Trockenföhnen | ✔️ | ✔️ | ✔️ |
| Reinigungsmitteldosierer | ✔️ | ❌ | ❌ |
| Selbstreinigender Stationsboden | ✔️ | ✔️ | ✔️ |
| Kamera-Schmutzerkennung | ✔️ | ✔️ | ✔️ |
| Kamerazugriff in der App | ✔️ | ✔️ | ✔️ |
| Videotelefonie | ✔️ | ❌ | ❌ |
| Anti-Haareinwicklung | ZeroTangle 4.0 | ZeroTangle 4.0 | ZeroTangle 3.0 |
| Smart-Assistant | Agent-YIKO | ❌ | ❌ |
| Laufzeit | 350 Minuten | 260 Minuten | 187 Minuten |
| PowerBoost Charge | ✔️ | ❌ | ❌ |
| Kletterfähigkeit | 2,4 cm und 4 cm | 2,4 cm und 4 cm | 2 cm |
| Maße Saugroboter | 35,3 x 35,15 x 9,8 cm | 35,3 x 35,15 x 9,8 cm | 35,3 x 35,15 x 9,8 cm |
OZMO ROLLER 3.0 Wischtechnologie und TruEdge 3.0: Die Wischrolle erobert die Mittelklasse
Herzstück des neuen T90 PRO OMNI ist zweifellos die OZMO ROLLER 3.0 Wischrolle, die mit 27 cm rund 50 % breiter als die des Vorgängers T80 OMNI ausfällt. Dessen Wischrolle misst 18 cm, womit ECOVACS die Reinigungsbreite beim neuen Modell um 9 cm vergrößert hat, was unter anderem zu einer effektiveren Reinigung führt. Während des Reinigungsvorgangs wird die Rolle kontinuierlich mit frischem Wasser versorgt und gleichzeitig gereinigt. Dafür nutzt das System eine Pumpe und 32 Düsen, die Verschmutzungen direkt von der Rolle abspülen.
In Kombination mit hohem Anpressdruck und einer hochdichten Nylon-Wischrolle soll das System für eine möglichst gründliche und gleichmäßige Bodenreinigung sorgen. Während des Wischvorgangs wird Schmutz kontinuierlich von der Rolle gelöst und mit Wasser abgespült. Das dabei entstehende Schmutzwasser wird direkt im integrierten Abwassertank des Saugroboters gesammelt, sodass gelöste Verschmutzungen nicht erneut auf dem Boden verteilt werden.
30.000 PA BLAST-Saugleistung und ZeroTangle 4.0 Anti-Haaraufwicklung
Neben der neuen Wischtechnik hat ECOVACS auch die Saugleistung deutlich gesteigert. Beim DEEBOT T90 PRO OMNI kommt das überarbeitete BLAST-Saugsystem zum Einsatz, das laut Hersteller eine maximale Saugleistung von bis zu 30.000 Pa und einen Luftstrom von 16 l/s erreicht. Im Vergleich zum DEEBOT T80 OMNI entspricht das laut ECOVACS einer um rund 67 % höheren Saugleistung.
Gleichzeitig wurde das System auch in puncto Geräuschentwicklung optimiert. Der Hersteller spricht von einem bis zu 68 % leiseren Betrieb beim Staubsaugen sowie einer um etwa 50 % reduzierten Lautstärke beim Entleeren des Staubbehälters in der Station. Technisch basiert das System auf einem Motor mit höherem Drehmoment und größeren Lüfterflügeln, die in einer optimierten Luftführung arbeiten. Dadurch soll eine effektivere Aufnahme von Schmutz sowohl auf Hartböden als auch auf Teppichen möglich sein, während gleichzeitig die Effizienz und Laufzeit verbessert werden. Die BLAST-Technologie kennen wir bereits von den von uns getesteten X11 OmniCyclone.
Auch bei der Hauptbürste setzt der Hersteller auf eine neue Konstruktion. Dafür nutzt das System eine seitliche Luftstromführung, die Staub und Haare gezielt in den Saugkanal leiten soll. Gleichzeitig setzt ECOVACS auf eine verstärkte Doppel-Lagerkonstruktion, die die Bürste stabilisiert und für einen ruhigeren Lauf sorgen soll. Ziel ist es, Haare effizient aufzunehmen, ohne dass sie sich stark um die Bürstenrolle wickeln. Auch die Seitenbürste soll gegen Haaraufwicklung konzipiert sein.
Mini-ToF-Sensor, AIVI 4.0 3D-Objekterkennung und TruePass-Klettersystem
Für die Navigation setzt ECOVACS beim DEEBOT T90 PRO OMNI auf frontseitig verbaute Mini-ToF-Sensoren. Dadurch kann der Hersteller auf einen klassischen Laserturm verzichten, was eine flachere Bauhöhe von nur 9,5 cm ermöglicht. Rund 3 Millimeter flacher als der Vorgänger.
Der Roboter kommt so leichter unter niedrige Möbel wie Sofas oder Schränke. Unterstützt wird die Navigation durch die AIVI 3D 4.0 Objekterkennung. Das System basiert laut Hersteller auf einem VLM-Modell (Vision-Language Model) sowie Deep-Learning-Netzwerken. Konkret nutzt man hier also eine RGB-Kamera mit KI-Unterstützung sowie strukturiertes Licht zur Hinderniserkennung.
Das AIVI 3D 4.0 System ist nicht nur für die Objekterkennung zuständig, sondern analysiert auch Kanten, Ecken und Türschwellen. Neu ist zudem, dass der Hersteller erstmals auch das TruePass Adaptive 4WD-System in die Mittelklasse bringt. Dabei handelt es sich um ein mechanisches Klettersystem, das dem Roboter hilft, typische Hindernisse im Haushalt zu überwinden. Bislang ist die Technologie dem Topmodell X11 OmniCyclone vorbehalten gewesen. Bislang war diese Technologie ausschließlich dem Topmodell X11 OmniCyclone vorbehalten.
Kommt der Saugroboter an eine Schwelle oder Stufe, werden zusätzliche Hebelräder mit gummierten Zähnen aktiviert, die für besseren Halt auf der Oberfläche sorgen. Laut Hersteller kann der Roboter dadurch einzelne Schwellen bis zu 2,4 cm Höhe sowie mehrere aufeinanderfolgende Stufen bis zu 4 cm überwinden und dies mit einer Erfolgsrate von 100 %.
Triple-Lift-System und AI Instant-Remop 2.0: Mehr als eine intelligente Schmutzerkennung
Mit AI Instant Re-Mop 2.0 kann das Modell unterschiedliche Arten von Verschmutzungen erkennen und seine Reinigungsstrategie entsprechend anpassen. Erkennt der Roboter stärkere Flecken, führt er mehrere Wischdurchgänge in einem Kreuzmuster aus, um die betroffene Stelle intensiver zu reinigen. Anschließend wird die Wischrolle gespült, damit gelöster Schmutz nicht erneut auf dem Boden verteilt wird. Die Schmutzerkennung wird durch die KI-Kamera in der Front realisiert.
Unterstützt wird dies durch das sogenannte Triple-Lift-System, bei dem verschiedene Reinigungskomponenten je nach Situation automatisch angehoben werden. Fährt der Roboter beispielsweise auf Teppich, wird die Wischrolle angehoben, während die Saugleistung erhöht wird. Bei Flüssigkeiten oder nassen Verschmutzungen können Haupt- und Seitenbürste angehoben werden, um zu verhindern, dass Feuchtigkeit oder Schmutz weiter verteilt werden.
Bei größeren Schmutzpartikeln zieht der Roboter zudem die Seitenbürste teilweise ein, während die Saugleistung erhöht wird. Das System soll so eine klarere Trennung zwischen Trocken- und Nassreinigung ermöglichen und je nach Verschmutzungsart automatisch die passende Reinigungsstrategie wählen.
PowerBoost-Technologie und OMNI-Reinigungsstation: Sonst nur beim Topmodell zu finden
Auch in puncto Reinigungsstation bewegt sich der DEEBOT T90 PRO OMNI auf Flaggschiff-Niveau. So kommt unter anderem die PowerBoost-Schnellladetechnologie zum Einsatz, die ECOVACS im vergangenen Herbst vorgestellt hat. Das System nutzt einen Algorithmus, der den Ladevorgang dynamisch steuert und den Akku besonders schnell nachlädt. Während regulärer Pausen, etwa beim Reinigen der Wischrolle in der Station, kann der Roboter innerhalb von drei Minuten rund 10 % Akkukapazität nachladen.
Dadurch soll der Saugroboter auch bei größeren Wohnflächen möglichst unterbrechungsarm arbeiten. Laut ECOVACS sind so Reinigungsflächen von bis zu 500 m² möglich, ohne dass längere Ladepausen erforderlich sind. Das macht das System besonders interessant für größere Haushalte oder auch gewerbliche Flächen.
Auch die OMNI-Reinigungsstation bietet das gewohnte Komfortpaket. Für die Reinigung der Wischrolle wird mit bis zu 75 °C heißem Wasser die Rolle besprüht und gereinigt. Ein zweistufiger Schabemechanismus entfernt das Schmutzwasser direkt von der Rolle. Zusätzlich verfügt der Schmutzwassertank über einen integrierten Propeller, der mit bis zu 5.000 U/min arbeitet und Rückstände im Tank zerkleinert.
Darüber hinaus bietet die Station eine automatische Reinigungsmitteldosierung sowie eine automatische Staubentleerung in einen 2,5-Liter-Staubbeutel. Nach dem Reinigungsvorgang wird die Wischrolle zudem mit bis zu 63 °C heißer Luft getrocknet, um Schimmel und mögliche Geruchsbildung zu verhindern.
AGENT YIKO: Reinigungsmodus mit Köpfchen und hoher Autonomie
Mit AGENT YIKO integriert ECOVACS außerdem einen weiterentwickelten KI-Assistenten, der die Reinigung stärker automatisieren soll. Das System analysiert laut Hersteller verschiedene Faktoren wie Raumaufteilung, Bodenbeläge und Nutzungsgewohnheiten und passt die Reinigung entsprechend an. Dazu erstellt der Roboter eigenständig Karten der Wohnung und erkennt unterschiedliche Bereiche, etwa Teppiche oder Zonen, in denen sich Haustiere häufig aufhalten.
Auf Basis dieser Daten kann der Roboter Saugkraft, Wassermenge und Reinigungsroute dynamisch anpassen. Ziel ist es, die Reinigung stärker zu automatisieren und möglichst wenig manuelle Eingriffe zu benötigen. Ein besonderer Fokus liegt zudem auf der Erkennung von Haustieren. Mithilfe der integrierten Sensorik soll der Roboter Tiere frühzeitig erkennen und ihnen ausweichen, während er gleichzeitig die Reinigung in den umliegenden Bereichen fortsetzt. Dank des YIKO-Sprachassistenten lässt sich der Roboter zudem auch ganz ohne Smartphone per Sprachkommando steuern.
Wer hier schreibt
Hallo zusammen! Mein Name ist Joell und ich bin seit 2019 mit an Bord. Seit langer Zeit fasziniert mich die Welt der Technik und ihre präzise Funktionsweise. Egal, ob es sich um intelligente Saugroboter handelt, die bei der Reinigung des Wohnraums unterstützen, oder um TV- und Audio-Produkte, die Bilder und Klänge intensiver erlebbar machen. Als Autor für Testsieger TV berichte ich über aktuelle Neuigkeiten und teste gleichzeitig verschiedene Haushaltselektronikprodukte.
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