ECOVACS ULTRAMARINE P1 Poolroboter im Test: Manuelles Reinigen war gestern!

Ecovacs, Poolroboter, Ratgeber | 0 Kommentare

Einen Pool zu reinigen, gehört vermutlich für die wenigsten zu den besonders angenehmen Aufgaben. Vor allem dann nicht, wenn Rücken, Knie oder Gelenke nicht mehr ganz so mitmachen wollen. Doch mühsames Schrubben und stundenlange Poolpflege müssen nicht sein, denn mittlerweile gibt es praktische Lösungen, die einem einen großen Teil der Arbeit abnehmen. Eine dieser Lösungen kommt von ECOVACS. Ein Hersteller, den viele vor allem durch Saugroboter, Fensterputzroboter oder Mähroboter kennen. Mit dem ULTRAMARINE P1 betritt ECOVACS nun neues Terrain und bringt erstmals einen eigenen Poolroboter auf den Markt.

Wir haben uns den ULTRAMARINE P1 genauer angeschaut. Auf dem Papier klingt das Modell jedenfalls vielversprechend: vollautomatische Reinigung, kabelloser Betrieb, App-Steuerung, intelligente Navigation und eine Saugleistung von bis zu 18.000 Litern pro Stunde. Doch wie gut funktioniert das Ganze in der Praxis? Kann der ECOVACS ULTRAMARINE P1 tatsächlich überzeugen oder handelt es sich am Ende nur um einen weiteren Poolroboter mit großen Versprechen und viel Marketing?

ECOVACS ULTRAMARINE P1 Poolroboter im Test und Vergleich

Wie schlägt sich der erste Poolroboter von ECOVACS im Praxistest?

Installation und Einrichtung: Wichtiger Hinweis beim Anbringen der Kletterhilfe!

Die Inbetriebnahme des ULTRAMARINE P1 gestaltet sich grundsätzlich sehr unkompliziert. Nach der Verbindung mit der ECOVACS-App lassen sich die wichtigsten Reinigungseinstellungen bequem vornehmen. So kann ausgewählt werden, ob lediglich der Poolboden, die Wände oder beide Bereiche gereinigt werden sollen. Zusätzlich lässt sich die gewünschte Saugleistung anpassen. Viel mehr ist für den Start nicht notwendig.

ecovacs_ultramarine_p1_poolroboter auspacken

Der Aufbau ist im Prinzip schnell erledigt und das Modell in kurzer Zeit startbereit.

ECOVACS ULTRAMARINE P1 Poolroboter mit einfacher App-Steuerung im Test

Der Reinigungsmodus lässt sich schnell und einfach per App festlegen.

Ganz reibungslos verlief der Einstieg bei uns allerdings nicht. In der App wird darauf hingewiesen, dass bei Problemen beim Klettern an den Poolwänden sogenannte Kletterringe montiert werden sollen. Genau dieses Problem trat bei unserem Testgerät auf: Statt sauber die Wand hochzufahren, machte der Roboter eher kleine „Wheelies“ und verlor dabei an Traktion.

Das Anbringen der Kletterringe wirkte im offiziellen Beispielvideo denkbar einfach. Dort werden die Schaumstoffringe lediglich aufgesteckt und eingerastet. In der Praxis sah das jedoch anders aus. Trotz erheblichem Kraftaufwand ließen sich die Ringe zunächst überhaupt nicht montieren. Erst nach rund einer halben Stunde Probieren fanden wir eher zufällig die Lösung: Die Kletterringe müssen vor der Montage einige Zeit im Wasser eingeweicht werden. Anschließend ließen sie sich problemlos anbringen.

Ein entsprechender Hinweis in der Anleitung oder App wäre an dieser Stelle durchaus hilfreich gewesen. Deshalb geben wir diesen Tipp gerne weiter, vielleicht erspart er dem einen oder anderen Nutzer eine ähnliche Frustphase.

ECOVACS ULTRAMARINE P1 Poolroboter anbringen des Kletterrings

Zu Beginn erwies sich die Anbringung des Kletterrings als schwieriger als gedacht trotz des Videos.

ecovacs_ultramarine_p1_kletterring

Den Kletterring unbedingt vor dem Anbringen im Wasser einweichen lassen.

Erster Eindruck und Design: Hochwertig und robust

Bereits beim ersten Auspacken wird deutlich, dass ECOVACS den ULTRAMARINE P1 bewusst etwas hochwertiger positionieren möchte. Das überrascht durchaus, denn mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 499 Euro bewegt sich der Poolroboter noch im vergleichsweise günstigen Einstiegssegment.

Optisch hebt sich der P1 jedenfalls von vielen klassischen Poolreinigern ab. Statt eines einfachen, funktionalen Designs setzt ECOVACS auf eine moderne und robuste Erscheinung. Das Gehäuse wirkt hochwertig verarbeitet, die breiten Raupenlaufwerke vermitteln einen stabilen Eindruck und an der Front sitzen gleich mehrere Bürstenrollen, die Schmutz effektiv lösen und aufnehmen sollen.

ecovacs_ultramarine_p1_broll4

Der Roboter macht auf den ersten Blick einen wertigen Eindruck.

Mit einem Gewicht von rund 10,5 Kilogramm gehört der ULTRAMARINE P1 zwar nicht zu den Leichtgewichten seiner Klasse. Im Wasser erweist sich dieses höhere Gewicht jedoch als Vorteil, da der Roboter dadurch sicher auf dem Poolboden aufliegt und auch bei der Reinigung von Wänden für die nötige Stabilität sorgt.
ecovacs_ultramarine_p1_rausnehmen

Mit knapp 10,5 kg ist das Modell auch nicht gerade leicht.

Reinigungstest: Starke Leistung mit Köpfchen

Das wichtigste Kriterium bei jedem Poolroboter ist natürlich die Reinigungsleistung. Genau hier setzt ECOVACS beim ULTRAMARINE P1 auf die sogenannte UltraPure-Saugtechnologie. Hinter dem Marketingbegriff verbirgt sich eine Saugleistung von bis zu 18.000 Litern pro Stunde und das ist für diese Preisklasse durchaus beachtlich.

Verantwortlich dafür ist ein leistungsstarker Motor, der in Kombination mit dem optimierten S-Flow-Kanalsystem einen konstanten Wasserstrom erzeugen soll. Dadurch werden Schmutzpartikel effizient aufgenommen und das Risiko von Verstopfungen reduziert. Gerade bei gröberen Verschmutzungen wie Blättern, kleinen Ästen, Sand oder anderen Ablagerungen kann das ein entscheidender Vorteil sein.

ecovacs_ultramarine_p1_komplettreinigung

Das Modell bietet eine Saugleistung von bis zu 18.000 Liter pro Stunde.

Unterstützt wird die Saugleistung von insgesamt vier Bürstenrollen, zwei an der Vorderseite und zwei im hinteren Bereich des Roboters. Das hebt den ULTRAMARINE P1 von vielen günstigeren Modellen ab, die häufig lediglich mit einer oder zwei Bürsten ausgestattet sind. Durch die zusätzliche Bürstenbestückung hält der Roboter kontinuierlich Kontakt zu Boden und Wänden und kann Verschmutzungen deutlich effektiver lösen.
ecovacs_ultramarine_p1_kleine_stufe

Sowohl die Reinigungsleistung als auch der Halt an Wänden passen.

Besonders positiv fiel im Test die Reinigung der Poolwände und der Wasserlinie auf. Genau dieser Bereich stellt viele Poolroboter vor Herausforderungen, während einige Modelle die Wasserlinie gar nicht erst erreichen. Der Roboter meistert diese Aufgabe hingegen überraschend souverän. Er arbeitet die Poolwände systematisch Bahn für Bahn ab und reinigt dabei auch die Wasserlinie zuverlässig. Gerade dort, wo sich häufig Fett-, Kalk- und Schmutzablagerungen sammeln, hinterließ der Roboter einen überzeugenden Eindruck.

ecovacs_ultramarine_p1_poolwand_wasserlinie

Auch entlang der Wasserlinie arbeitet das Modell zuverlässig.

Filtersystem und Umgang mit feinen Partikeln

Beim Filter nutzt Ecovacs ein zweistufiges System. Außen sitzt ein 180-Mikrometer-Filter für groben Schmutz und zusätzlich gibt es noch einen ultrafeinen 3-Mikrometer-Innenfilter. Dadurch sollen eben nicht nur große Verschmutzungen eingesammelt werden, sondern auch deutlich feinere Partikel wie der Feinstaub den wir hier haben, aus dem Wasser gefiltert werden können. Das kann dafür sorgen, dass das Wasser insgesamt klarer aussieht und man weniger manuell nacharbeiten muss.
ecovacs_ultramarine_p1_filter_mit_feinfilter

Außerdem verfügt das Modell über ein mehrschichtiges Filtersystem.

Fazit zum ULTRAMARINE P1: Hochwertig, reinigungsstark, aber nicht fehlerfrei

Der ECOVACS ULTRAMARINE P1 hinterlässt im Test insgesamt einen positiven Eindruck. Für rund 499 Euro bietet er eine starke Ausstattung mit hoher Saugleistung, vier Bürstenrollen, intelligenter Navigation, feinem Filtersystem und komplett kabellosem Betrieb. Besonders die Reinigung von Wänden und Wasserlinie gelingt ihm besser als vielen anderen Modellen dieser Preisklasse.

Ganz perfekt arbeitet der Roboter allerdings noch nicht. Die Montage des Kletterrings könnte einfacher vonstattengehen. Nach der Montage des Kletterrings funktionierte die Wandreinigung zwar deutlich zuverlässiger, vereinzelt kam es jedoch weiterhin zu kleineren Traktionsproblemen. Hier hätten wir uns gewünscht, dass der Roboter ohne zusätzliche Anpassungen optimal funktioniert.

Dennoch überwiegen die positiven Eindrücke. Das Modell wirkt hochwertig verarbeitet, reinigt gründlich und bietet einen hohen Bedienkomfort. Wie sich die Navigation und Haltbarkeit im Langzeiteinsatz schlagen, wird sich noch zeigen. Für den ersten Poolroboter von ECOVACS ist das Gesamtpaket aber definitiv gelungen.

Autorenbild Joell

Wer hier schreibt

Hallo zusammen! Mein Name ist Joell und ich bin seit 2019 mit an Bord. Seit langer Zeit fasziniert mich die Welt der Technik und ihre präzise Funktionsweise. Egal, ob es sich um intelligente Saugroboter handelt, die bei der Reinigung des Wohnraums unterstützen, oder um TV- und Audio-Produkte, die Bilder und Klänge intensiver erlebbar machen. Als Autor für Testsieger TV berichte ich über aktuelle Neuigkeiten und teste gleichzeitig verschiedene Haushaltselektronikprodukte.

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit ** markiert

Das könnte dich auch interessieren…