ECOVACS WINBOT W3 OMNI Fensterputzroboter im Test: Der erste mit vollautomatischer Selbstreinigung

Ecovacs, Fensterputzroboter, Ratgeber | 0 Kommentare

Wenn es um Fensterputzroboter geht, setzt Ecovacs seit Jahren die Messlatte. Das liegt zum einen an der umfangreichen Erfahrung, das Unternehmen ist bereits seit mehreren Generationen in diesem Segment aktiv und hält den größten Marktanteil. Zum anderen überzeugt der Hersteller durch kontinuierliche Weiterentwicklungen mit echten Innovationen statt bloßer Modellpflege.

Mit dem neuen WINBOT W3 OMNI präsentiert der Hersteller erneut eine Funktion, die es so bislang nicht gab. Laut eigenen Angaben handelt es sich um den weltweit ersten Fensterreinigungsroboter, der sein Wischpad komplett eigenständig reinigt. Dabei geht es nicht nur um ein kurzes Ausspülen, sondern um eine gründliche, vollautomatische Reinigung, ganz ohne manuelles Eingreifen.

Was das im Alltag tatsächlich bringt und ob hinter dem Feature mehr steckt als nur ein starkes Marketingversprechen, sehen wir uns jetzt im Detail an.

ECOVACS WINBOT W3 OMNI mit mehreren Sicherheitsvorrichtung

Der weltweiterste Fensterputzroboter mit Selbstreinigung im Test.

Haptik und Ersteindruck: Hochwertig und mit Besonderheiten

Beim Auspacken fällt direkt auf, dass zwei Wischpads im Lieferumfang enthalten sind, die bereits fest auf einer Wischplatte angebracht sind. Statt loser Pads mit Klettbefestigung, wie man es sonst häufig kennt, setzt Ecovacs hier auf eine fixierte Lösung.
ecovacs_winbot_w3_omni_wischpad ist fest montiert

Die Wischpads sind fest montiert und lassen sich so nicht mehr in der Waschmaschine waschen.

Ebenfalls mit dabei ist ein Akku, sodass sich die Station bei Bedarf auch kabellos betreiben lässt. Optisch präsentiert sie sich modern, minimalistisch und angenehm kompakt. Auf der Oberseite befindet sich eine klar strukturierte Benutzeroberfläche mit Display und Tasten. Hier lassen sich sowohl die Reinigungs- als auch die Selbstreinigungsmodi bequem auswählen, alternativ funktioniert das Ganze auch über die App, die sehr übersichtlich gestaltet ist und die wichtigsten Funktionen auf einen Blick bietet.
ecovacs_winbot_w3_omni_ mit akku oder netzbetrieb

Der Fensterputzroboter kann wahlweise mit Akku oder Netzstecker betrieben werden.

An der Unterseite sorgt ein zusätzlicher Saugnapf dafür, dass Roboter und Station vor dem Herunterfallen geschützt sind. Praktisch: Es gibt kein lose herumhängendes Kabel. Das kombinierte Strom- und Sicherheitskabel zieht sich nach der Nutzung automatisch wieder in die Station ein, für eine aufgeräumte Optik und sichere Verstauung.
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Der Saugnapf verhindert, dass die Station umkippt.

Vortex Wash: Wie gut ist die neue Selbstreinigung wirklich?

Funktionsweise der Selbstreinigung im Detail

Kommen wir zum Highlight des W3 OMNI: Der neuen Multifunktionsstation mit dem sogenannten Vortex-Wash-System inklusive Waschmaschinen-Design. Um den Reinigungsprozess zu starten, wird das Wischtuch samt Wischplatte entnommen und in die Station eingesetzt. Im Inneren arbeitet dann ein ausgeklügeltes Zusammenspiel aus vier Reinigungsscheiben, 16 Hochdruckdüsen, Bürsten und Abziehlippen. Das Pad wird gezielt mit Wasserstrahlen durchgespült, wodurch Schmutz tief aus den Fasern gelöst wird. Anschließend schrubben die rotierenden Bürsten nach, bevor überschüssiges Wasser abgestreift wird.
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Der Qrevo Curv 2 Flow ist der erste Saugroboter von Roborock mit Wischrolle.

An der Vorderseite der Station befindet sich ein rundes, transparentes Sichtfenster, durch das man die Mechanik beobachten kann. Sobald der Waschvorgang startet, wird das System sichtbar aktiv: Die Bürsten rotieren mit 200 Umdrehungen pro Minute. Durch die Kombination aus vier Bürsten wird das Wischpad so effektiv bis zu 800-mal pro Minute bearbeitet. Gleichzeitig zirkuliert Wasser durch das System und sorgt für eine gründliche Reinigung.
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Dank des Sichtfensters kann die Selbstreinigung jederzeit nachverfolgt werden.

Praxistest: Selbstreinigung auf dem Prüfstand

Das Ergebnis: Das Pad kommt sauber und mit optimaler Restfeuchtigkeit wieder heraus, da überschüssiges Wasser zuverlässig ausgewrungen wird. Genau hier liegt der große Vorteil: Man muss kein verschmutztes Tuch mehr manuell auswaschen oder zwischendurch reinigen. Das ist in der Praxis ein echter Mehrwert und hebt das Modell deutlich von der Konkurrenz ab.

Mein Tipp aus der Praxis: Vor der ersten Fensterreinigung sollte man das Pad einmal im System waschen lassen. So erreicht es die ideale Feuchtigkeit. Andernfalls kann es, wie ich selbst festgestellt habe, anfangs noch etwas tropfen.

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Vor der Selbstreinigung

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Das saubere Pad nach der Selbstreinigung.

Reinigungstest: Sprühen und Wischen mit Systematik

Die beste Pad-Selbstreinigung bringt wenig, wenn der Roboter auf der Scheibe nicht überzeugt. Für die eigentliche Fensterreinigung setzt der WINBOT auf ein bewährtes Prinzip: sprühen und wischen. An der Unterseite befindet sich das Reinigungspad, das den gelösten Schmutz von der Glasfläche aufnimmt. Während der Fahrt wird Reinigungsflüssigkeit fein dosiert aufgesprüht. So wird Schmutz zunächst angelöst und anschließend vom Pad aufgenommen: im Grunde wie beim klassischen Fensterwischen, nur eben automatisiert.

Der Roboter haftet per Saugkraft sicher an der Scheibe und bewegt sich systematisch Bahn für Bahn über das Glas. Sensoren erkennen Kanten und Hindernisse, sodass er seine Route selbstständig anpasst. Ein manuelles Eingreifen ist im Normalfall nicht nötig.

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Der Roboter haftet sehr zuverlässig auf der Scheibe und lässt sich bequem umsetzen.

Reinigungsmodi im Überblick: Schnell oder lieber gründlich?

In der Praxis fährt der WINBOT seine automatische Route zuverlässig ab. Die Unterschiede zwischen den Modi betreffen vor allem Intensität und Linienabstand:

  • Fast Clean: Größerer Abstand zwischen den Bahnen, dadurch schneller fertig – ideal bei leichter Verschmutzung.
  • Thorough Clean: Engere Linienführung mit stärkerer Überlappung für eine gründlichere Reinigung.
  • Deep-/Heavy-Duty-Modus: Langsameres Arbeiten oder Reinigung in kleineren Abschnitten bei stärkeren Verschmutzungen.
  • Spot-Modus: Mehrfaches Überfahren einer kleinen Fläche für gezielte Fleckenentfernung.

Das Grundprinzip bleibt immer gleich: sprühen, wischen, Bahn für Bahn arbeiten, lediglich Intensität und Präzision variieren je nach Modus.

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Die Präzision und Gründlichkeit sind abhängig vom gewählten Modus.

Drei-Düsen-Weitwinkelsprühtechnik für gleichmäßige Säuberung

Zusätzlich kommt eine Drei-Düsen-Weitwinkelsprühtechnik zum Einsatz, die bis zu 90 % der Fläche mit einem feinen Nebel benetzt. Viele Konkurrenzmodelle arbeiten lediglich mit einer oder zwei Düsen. Eine gleichmäßige Benetzung ist entscheidend, da sie für einen homogenen Wasserfilm sorgt und damit die Grundlage für eine streifenfreie Reinigung schafft.
ECOVACS WINBOT W3 OMNI mit drei Düsen und Sprühfunktion für gründliche Reinigung

Die drei Düsen sorgen für eine gleichmäßige Benetzung der Scheiben.

TruEdge-Technologie: Saubere Kanten bis fast zum Rahmen

Ein entscheidender Punkt bei Fensterrobotern ist die Randreinigung, da diese bei den meisten Modellen vernachlässigt wird. Mit der sogenannten TruEdge-Technologie soll der WINBOT besonders nah an Rahmen und Ecken herankommen. Sobald die Sensoren einen Fensterrahmen erkennen, fährt automatisch ein spezieller Randschrubber mit sechs Gummilippen aus. Dieser reinigt gezielt die kritischen Bereiche, in denen sich Staub und Schmutz bevorzugt sammeln.

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Die Kantenreinigung erfolgt mittels ausfahrbarem Schaber.

Der Scrubber rotiert mit 200 Umdrehungen pro Minute und erreicht laut Hersteller einen Abstand von nur 1,1 Millimetern zum Rand, nahezu haarbreit. Mit einem Anpressdruck von 49 Newton sorgt er für gründliche Reinigung direkt an der Kante. Anschließend fährt der Mechanismus wieder ein, damit bereits gereinigte Flächen nicht erneut berührt werden.

Das Ergebnis: deutlich weniger typische Rahmenränder oder Streifen, wie man sie von älteren Modellen kennt. Lediglich in den äußersten Ecken sind minimale Spuren des Randschrubbers sichtbar. Insgesamt liegt die Randabdeckung bei rund 97 %, nicht perfekt, aber näher am Rahmen als die meisten Konkurrenten.

ECOVACS WINBOT W3 OMNI Eckenreinigung mittels ausfahrbaren Schaber

Die Eckenabdeckung mittels des Schabers liegt bei circa 97 %. Leichte Schlieren bleiben allerdings zurück.

Praxiseindruck: Weniger Schlieren, größere Abdeckung

Für mich ist vor allem wichtig, dass nach der Reinigung möglichst keine Streifen zurückbleiben. Genau hier macht der WINBOT W3 OMNI einen guten Job. Lediglich in den äußersten Ecken sind minimale Spuren des Randschrubbers sichtbar. Im Vergleich zu anderen Geräten, etwa einem kürzlich getesteten Dreame C1, welcher trotz moderner Technik deutliche Schlieren hinterließ, arbeitet der W3 OMNI sichtbar sauberer. Und genau das ist entscheidend, denn wenn am Ende Streifen bleiben, kann man sich den Fensterroboter sparen.

Auch die Reinigungsgeschwindigkeit überzeugt. Das ist wichtig, da der Roboter von Fenster zu Fenster manuell umgesetzt werden muss. Der W3 OMNI verfügt über einen 30 % größeren Wassertank als frühere Modelle und schafft damit bis zu 55 m² Fensterfläche in einem Durchgang. Unterm Strich liefert der Roboter eine gute Reinigungsleistung mit durchdachter technologischer Umsetzung und spürbaren Verbesserungen gegenüber früheren Generationen.

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Die Wisch-Ergebnisse können sich in der Praxis sehen lassen.

Ausgeklügeltes Sicherheitssystem verhindert Abstürze

Ein zentraler Aspekt bei Fensterputzrobotern ist die Sicherheit. Schließlich arbeitet das Gerät oft mehrere Meter über dem Boden – ein Absturz wäre also keine Kleinigkeit. Genau hier setzt Ecovacs beim WINBOT W3 OMNI auf ein besonders umfangreiches Sicherheitskonzept. Der Roboter kombiniert Hardware- und Softwarelösungen zu einem mehrstufigen Schutzsystem. Eine hohe Saugkraft sorgt zunächst dafür, dass der WINBOT zuverlässig an der Scheibe haftet. Zusätzlich ist er über eine Sicherheitsleine abgesichert, die im Ernstfall greift.

Parallel dazu überwachen Sensoren permanent den Anpressdruck, erkennen Rahmen sowie Kanten und reagieren sofort, sollte die Haftung nachlassen. Der Roboter überprüft sich also kontinuierlich selbst und passt sein Verhalten entsprechend an.

ECOVACS WINBOT W3 OMNI mit mehreren Sicherheitsvorrichtung

Das System macht in der Praxis einen sehr sicheren Eindruck!

Auch die Multifunktionsstation trägt zur Sicherheit bei: Durch ihr hohes Eigengewicht und eine zusätzliche Saugbasis steht sie stabil und ist ebenfalls gegen Verrutschen gesichert. Unterm Strich verlässt sich der WINBOT nicht allein auf seine Saugkraft, sondern arbeitet mit einer aktiven, permanenten Kontrolle und genau das vermittelt ein deutlich besseres Gefühl, insbesondere bei der Reinigung von Außenfenstern in größerer Höhe.
ECOVACS WINBOT W3 OMNI die Station sichert den Fensterputzroboter zuverlässig vor Abstürze

Die Station dient nicht nur zur Selbstreinigung und Aufbewahrung, sondern auch zur Sicherung.

Fazit zum WINBOT W3 OMNI: Derzeit der beste Fensterputzroboter am Markt!

Der ECOVACS WINBOT W3 OMNI zeigt eindrucksvoll, wie viel Entwicklung inzwischen im Bereich der Fensterputzroboter steckt. Die Kombination aus Vortex-Pad-Selbstreinigung, präziser WIN-SLAM-5.0-Navigation, True-Edge-Randreinigung und durchdachtem Sicherheitskonzept ergibt ein sehr rundes Gesamtpaket. Besonders die automatische Padwäsche ist ein echtes Komfort-Upgrade.

Kein manuelles Auswaschen mehr, keine schmutzigen Hände. Das funktioniert in der Praxis zuverlässig und gründlich. Auch die Reinigungsleistung überzeugt: kaum Schlieren, eine Randabdeckung von rund 97 % und eine insgesamt sehr solide Performance auf unterschiedlichen Verschmutzungsgraden. Dazu kommt der größere Wassertank, mit dem bis zu 55 m² in einem Durchgang gereinigt werden können.

Ein kleiner Kritikpunkt sind die fest verklebten Wischtücher, dadurch lassen sie sich nicht einfach in der Waschmaschine reinigen. Die Vortex-Reinigung funktioniert zwar sehr gut, etwas mehr Flexibilität wäre dennoch wünschenswert. Auch ein Aufbewahrungsplatz für die Wischpadhalter fehlt. Zudem ist der Roboter nicht ganz leise und gelegentlich quietscht er.

Unterm Strich liefert der WINBOT W3 OMNI jedoch eine starke Gesamtleistung mit echter Innovation. Besonders die Selbstreinigung hebt ihn klar vom Wettbewerb ab. Derzeit ist das Modell aus unserer Sicht das beste Gesamtpaket am Markt. Und vielleicht sehen wir irgendwann ein Modell, das selbstständig wie eine Spinne von Fenster zu Fenster klettert, noch ist das Zukunftsmusik. Was meint ihr?

Autorenbild Joell

Wer hier schreibt

Hallo zusammen! Mein Name ist Joell und ich bin seit 2019 mit an Bord. Seit langer Zeit fasziniert mich die Welt der Technik und ihre präzise Funktionsweise. Egal, ob es sich um intelligente Saugroboter handelt, die bei der Reinigung des Wohnraums unterstützen, oder um TV- und Audio-Produkte, die Bilder und Klänge intensiver erlebbar machen. Als Autor für Testsieger TV berichte ich über aktuelle Neuigkeiten und teste gleichzeitig verschiedene Haushaltselektronikprodukte.

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