MOVA P50s Ultra Saugroboter im Test: 8,2 cm Flach und die beste Wahl unter 1000€
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MOVA P50s Ultra im Test: Der neue König der P50-Reihe
Die P50-Reihe von MOVA geht in die dritte Runde. Nachdem sich bereits der P50 Pro Ultra (unser Testbericht) den Titel als bester Saugroboter unter 800 € sichern konnte, legte der Hersteller mit dem P50 Ultra (unser Testbericht) nach, der sich prompt als bestes Modell unter 600 € etablierte. Nun folgt der dritte Streich: der P50s Ultra. Ein Modell, das auf dem Papier einiges verspricht. Mit einer Bauhöhe von lediglich 8,25 cm, einer Kletterfähigkeit von 6 cm, einem kraftvollen 24.000 Pa Saugmotor sowie einer dreijährigen Herstellergarantie vereint er Eigenschaften, die man bislang in dieser Kombination unter 1000 € vergeblich sucht.
Die Erwartungen sind entsprechend hoch, schließlich haben die Vorgänger ihre jeweiligen Preisklassen souverän für sich entschieden. Ob auch das neue Modell diesem Anspruch gerecht wird? Das zeigt unser ausführlicher Testbericht.
Technische Daten und Funktionen der P50-Reihe
| Modell | MOVA P50s Ultra | MOVA P50 Pro Ultra | MOVA P50 Ultra |
| UVP | 999 € | 899 € | 799€ |
| Bestpreis (stand 07/25) | 899 € | 699 € | 599 € |
| Navigation | Dual-Light 3D ToF FlashPulse-Navigation | Laser-Navigation | Laser-Navigation |
| Hindernisvermeidung | Strukturiertes Licht+ RGB-Kamera | Strukturiertes Licht+ RGB-Kamera | Strukturiertes Licht |
| LEDs für dunkle Areale | ✔️ | ✔️ | ❌ |
| Saugkraft | 24.000 Pa | 19.000 Pa | 19.000 Pa |
| Akku | 6400 mAh | 5200 mAh | 5200 mAh |
| Maximale Arbeitszeit | 280 Minuten | 180 Minuten | 180 Minuten |
| Staubkammer (Roboter) | 300 ml | 300 ml | 300 ml |
| Wassertank (Roboter) | 60 ml | 80 ml | 80 ml |
| Frischwassertank | 4000 ml | 4000 ml | 4000 ml |
| Schmutzwassertank | 3500 ml | 3500 ml | 3500 ml |
| Absaugstation | ✔️ | ✔️ | ✔️ |
| Auffüllen des Wassertanks | ✔️ | ✔️ | ✔️ |
| Reinigung der Wischfunktion | ✔️ | ✔️ | ✔️ |
| Heißwasser-Selbstreinigung | Ja, mit 80 °C | Ja, mit 75 °C | Ja, mit 75 °C |
| Trockenföhnen | ✔️ | ✔️ | ✔️ |
| Reinigungsmitteldosierung | ✔️ | ✔️ | Nur Optional |
| Selbstreinigung des Stationsbodens | ✔️ | ✔️ | ✔️ |
| Ausfahrbares Wischmodul | ✔️ | ✔️ | ✔️ |
| Anhebbares Wischmodul | Ja, 10,5 mm | Ja, 10,5 mm | Ja, 10,5 mm |
| Mopp Ablegefunktion | ✔️ | ✔️ | ❌ |
| Ausfahrbare Seitenbürste | ✔️ | ✔️ | ✔️ |
| Anhebbare Seitenbürste | ✔️ | ✔️ | ✔️ |
| Anhebbare Hauptbürste | ✔️ | ✔️ | ❌ |
| Intelligente Schmutzerkennung | ✔️ | ✔️ | ❌ |
| Kamera-Zugriff | ✔️ | ✔️ | ❌ |
| Haupt-Rollbürste | TroboWave Duo-Rollbürste | CleanChop-Brush | Gummi-Rollbürste |
| Kletterfähigkeit | 6 cm | 2,2 cm | 2,2 cm |
| Sprachassistenten | MOVA, Google und Alexa | MOVA, Google und Alexa | Google und Alexa |
| Maße | 35,0 x 35,0 x 8,25 cm | 35,0 x 35,0 x 10,38 cm | 35,0 x 35,0 x 9,8 cm |
Lieferumfang: Das ist im Karton
Der Lieferumfang des neuen P50s Ultra entspricht weitgehend dem des P50 Pro Ultra, mit Ausnahme einer zusätzlichen Reinigungsbürste, die beim Pro-Modell fehlt. Im Karton enthalten sind der Saugroboter selbst sowie die multifunktionale Reinigungsstation. Darüber hinaus findet man zwei passende Wischpads, eine Bedienungsanleitung, einen Quick-Start-Guide und den Garantieschein.
Ein Staubbeutel ist bereits in der Absaugstation vorinstalliert, was den Einstieg besonders komfortabel macht. Genau wie beim Pro Ultra ist auch beim neuen Spitzenmodell der Reihe, ein Reinigungsmittel im Lieferumfang enthalten. Beim Einstiegsmodell der Reihe, dem P50 Ultra, muss man hingegen das Reinigungsmittel sowie den Dosierungstank separat erwerben. Damit ist für den ersten Einsatz des Geräts alles Wichtige direkt mit an Bord.
Multifunktionale Reinigungsstation: Nicht nur optisch anders
Design und Optik: Starker Kontrast zur P50-Reihe
Optisch unterscheiden sich die mitgelieferten multifunktionalen Reinigungsstationen des P50 Ultra und des P50 Pro Ultra nur in einem kleinen, aber dennoch markanten Detail: der abnehmbaren Frontklappe. Während diese beim größeren Modell in einem edlen Silber-Finish gestaltet ist, präsentiert sich die Klappe beim P50 Ultra in schlichtem Weiß.
Mit dem neuen P50s Ultra geht der Hersteller nun einen anderen Weg und verabschiedet sich vom weißen Look. Stattdessen setzt MOVA auf ein elegantes, matt schwarzes Design mit goldfarbenen Highlights. Die abnehmbare Frontklappe ist dabei in glänzendem Schwarz gehalten und bildet einen stilvollen Kontrast zur matten Oberfläche.
Selbstreinigung mit 80 °C: Jetzt noch 5 °C heißer
Bei der automatischen Selbstreinigung der rotierenden Wischpads in der Station gibt es beim P50s Ultra zwei kleine Verbesserungen. Zum einen erfolgt die Reinigung nun mit bis zu 80 °C heißem Wasser, rund fünf Grad mehr als bei den beiden anderen Modellen der P50-Reihe und genauso viel, wie beim derzeitigen Flaggschiffmodell V50 Ultra Complete. Zum anderen werden die Wischpads nach dem Trocknungsvorgang zusätzlich durch UV-Licht desinfiziert, was für noch mehr Hygiene sorgt.
Die Wassertemperatur lässt sich in vier Stufen über die App einstellen oder automatisch durch die Station regeln. Ein integrierter Sensor erkennt dabei den Verschmutzungsgrad der Mopps und passt Reinigungsdauer und Temperatur entsprechend an, genau wie beim P50 Pro Ultra und P50 Ultra.
Das Wasserversorgungsmanagement der Station wurde beim aktuellen Modell unverändert beibehalten. Ein großzügiger Frischwasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 4 Litern stellt ausreichend sauberes Wasser für die Pflege der rotierenden Reinigungstücher sowie die permanente Versorgung des Roboters bereit. Das benutzte Wasser wird während des Vorgangs automatisch in einen separaten Abwassertank mit einem Volumen von 3,5 Litern geleitet.
Um die Leistungsfähigkeit der Selbstreinigungsfunktion zu überprüfen, führen wir einen Vorher-nachher-Vergleich der Wischpads durch und zwar nach unserem intensiven Wischhärtetest mit eingetrocknetem Kaffee und Ketchup. Schon bei den beiden Vorgängermodellen konnte die automatische Reinigung beeindrucken: Selbst hartnäckige Rückstände wie roter Ketchup wurden vollständig entfernt.
Die Messlatte für den P50s Ultra liegt also entsprechend hoch, aber er wird seinen Anspruch gerecht. Trotz der Ketchup und Kaffeeflecken sieht man nach der Selbstreinigung keine Rückstände mehr und die Wischpads sehen fast wie neu aus. Gleichwohl muss man sagen, dass auch beim P50 Ultra und Pro Ultra die Ergebnisse der Selbstreinigung bereits hervorragend waren!
Automatische Entleerung des Staubtanks in 3,2 Liter Staubbeutel
Eine moderne Reinigungsstation im Jahr 2025 wäre ohne automatische Staubabsaugung kaum vorstellbar und auch der P50s Ultra macht hier keine Ausnahme. Der integrierte 3,2-Liter-Staubbeutel im Inneren der Station nimmt den gesammelten Schmutz aus dem Roboter nach jeder Reinigung selbstständig auf. Über die App kann individuell festgelegt werden, wann die Entleerung erfolgen soll: entweder mehrmals während einer Reinigung, nach jedem abgeschlossenen Reinigungsdurchlauf oder nur alle drei Reinigungen.
Der Staubbeutel befindet sich gut zugänglich hinter der glänzend schwarzen Frontabdeckung der Station, die sich mühelos abnehmen lässt. Der Austausch gestaltet sich denkbar einfach und besonders hygienisch: Beim Herausziehen verschließt sich der Beutel automatisch, wodurch der Kontakt mit aufgesaugtem Staub vollständig vermieden wird.
Wieder mit an Bord: Freibefüllbare Reinigungsmitteldosierung
Während dieser Reinigungsmitteltank beim P50 Ultra lediglich als optionales Zubehör erhältlich ist, gehört er beim P50s Ultra sowie beim P50 Pro Ultra zur Serienausstattung. Ein praktisches Plus, was man allerdings in der Preisklasse auch erwarten darf.
JetSpray Dryboard: Automatische Selbstreinigung des Stationbodens
Auch das neue Modell setzt erfreulicherweise wieder auf das bewährte JetSpray-Dryboard, welches ebenfalls bei den anderen P50-Modellen sowie dem V50 Ultra Complete zum Einsatz kommt. Konkret ist dies ein intelligent gestalteter Stationsboden mit integrierter Selbstreinigungsfunktion. 20 Heißwasserdüsen benetzen während des Selbstreinigungsvorgangs kontinuierlich den Bodenbereich der Station, während die Wischpads des Roboters diesen gleichzeitig säubern. Im Test funktionierte das ausgesprochen zuverlässig.
Nach dem Härtetest und der automatischen Reinigung waren keine sichtbaren Verschmutzungen mehr vorhanden. Lediglich minimale Rückstände, etwas Ketchup, sammelten sich im kleinen, leicht entnehmbaren Filterbecken, das sich unter fließendem Wasser in wenigen Sekunden reinigen lässt. Insgesamt war die Wartung in unter einer Minute erledigt.
Dank des schwarzen Designs ist der Stationsboden außerdem weniger anfällig für sichtbare, farbige Verschmutzungen. Insgesamt konnten wir bisher keine bessere Selbstreinigungslösung für den Stationsboden testen. Ein kurzes Abwischen mit einem Papiertuch hin und wieder sowie das Reinigen des Filterbeckens alle zwei bis vier Wochen genügen völlig.
StepMaster-System: Bis zu 6 cm Schwellenüberwindung
Mit dem neuen P50s Ultra hält erstmals das innovative StepMaster-System Einzug in einen Saugroboter unter 1.000 €. Diese Technologie, die aktuell branchenweit die höchste Kletterleistung bietet, war bisher ausschließlich in Premium-Modellen wie dem MOVA V50 Ultra Complete oder dem Dreame X50 Ultra Complete verbaut. Dieses Feature ist ein echter Problemlöser, gerade für Menschen in Altbauwohnungen, die oft höhere Türschwellen haben.
Dank des StepMaster-Systems meistert das Modell einfache Türschwellen von bis zu 4,2 cm problemlos. Um dies zu überprüfen, haben wir im Test zwei Holzbretter mit jeweils 2 cm Höhe übereinandergelegt. In der App markierten wir die entsprechende Stelle in der Kartenbearbeitung als überwindbare Schwelle. Beim darauffolgenden Reinigungsvorgang erkannte der Roboter das Hindernis korrekt und überwand es ohne Schwierigkeiten.
Bei komplexeren Hindernissen, etwa doppelten Übergängen mit einem Zwischenschritt, schafft der Roboter sogar Höhen von bis zu 6 cm ohne Probleme. Sobald der Roboter per Kamera und Sensorik ein erhöhtes Hindernis erkennt (zwischen 2 und 6 cm), schaltet er automatisch in den Klettermodus.
Dabei hebt sich das Fahrwerk in zwei Stufen: zunächst auf eine Zwischenhöhe, anschließend vollständig über das Hindernis hinweg, was er in unserem Test eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat. Wir begrüßen es sehr, dass dieses Feature nun erstmalig bei einem Saugroboter unter 1.000€ mit an Bord ist.
Wischfunktion im Test: Können die rotierenden Wischmopps überzeugen?
Wie die beiden anderen Modelle der Serie setzt auch das neue Spitzenmodell der Reihe auf zwei rotierende Wischmopps, die sich mit bis zu 230 Umdrehungen pro Minute drehen und damit etwas schneller arbeiten als die Vorgängermodelle. Zudem lassen sich bis zu 32 Wasserstufen individuell einstellen, von wenig über mittel bis hin zu viel Wasser, je nach Verschmutzungsgrad oder Bodenart. Dadurch eignet sich das Modell auch hervorragend für empfindliche Bodenbeläge.
Bereits die beiden Vorgängermodelle der P50-Reihe konnten in unseren Tests mit einer hervorragenden Wischleistung überzeugen. Um herauszufinden, ob der P50s Ultra daran anknüpfen kann, haben wir unser bewährtes Praxisszenario angewendet: Eingetrockneter Kaffee und Ketchup, jeweils rund zwei Minuten mit dem Föhn angetrocknet und auf dem Boden verteilt. Anschließend beobachten wir, wie viele Durchläufe der Roboter benötigt, um die Flecken sichtbar und möglichst rückstandsfrei zu entfernen.
Intelligente Schmutzerkennung erkennt Flüssigkeiten und größere Schmutzpartikel
Anschließend haben wir die smarte Schmutzerkennung getestet, die durch die in der Front verbaute Kamera unterstützt wird. Diese Kamera scannt kontinuierlich den Boden auf Verschmutzungen, während eine KI im Hintergrund die erfassten Daten mit verschiedenen Schmutzszenarien abgleicht. Dadurch kann das Gerät sowohl größere Schmutzpartikel als auch Flüssigkeiten zuverlässig identifizieren.
Im Test erkannte der Roboter beispielsweise grobe Partikel, markierte sie in der App, hob automatisch die Mopps und die Seitenbürste an, erhöhte die Saugleistung und reinigte den Bereich besonders gründlich. Das führt jedoch dazu, dass in Haushalten mit Kindern, wo typischerweise besonders rund um den Esstisch mehr Schmutz entsteht, mehrere Bereiche intensiver gereinigt werden. In der Praxis kann dies zu längeren Reinigungszeiten führen. Wer möchte, kann die Grobguterkennung aber auch in der App ausschalten.
Besonders überzeugt hat uns die Erkennung von Flüssigkeiten. Im Test mit verschütteter Sojasauce erkannte der Roboter die Stelle sofort, hob Haupt- und Seitenbürste an und reinigte den Bereich zweimal intensiv. Das Ergebnis: eine saubere Fläche, ohne nasse Bürsten. Auch tierische Verunreinigungen soll das Gerät erkennen und gezielt meiden, um die Verschmutzung nicht zu vergrößern. Gerade die Flüssigkeitserkennung ist ein echter Mehrwert und würden wir ungern missen wollen.
Wischpads um 10,5 mm anhehbar und wieder in der Station ablegbar
Zusätzlich lässt sich in der App festlegen, ob die Mopps bei bestimmten Teppicharten bereits vor der Reinigung in der Station abgelegt werden sollen. So können auch hochflorige Teppiche problemlos gereinigt werden, ohne mit feuchten Pads in Kontakt zu kommen. Nach dem Reinigungsvorgang werden die Mopps dann automatisch wieder aufgenommen und mit der restlichen Reinigungsfläche wird nahtlos weitergemacht.
Kann der 24.000 Pa starke Saugmotor im Saugtest überzeugen?
Auch bei der Saugkraft hat der P50s Ultra ein spürbares Upgrade erhalten: Während die beiden anderen Modelle der P50-Reihe mit einer maximalen Saugkraft von 19.000 Pa arbeiten, ist der P50s Ultra mit einem leistungsstärkeren Motor ausgestattet, der bis zu 24.000 Pa erreicht. Das entspricht einer Steigerung von rund 26 % gegenüber den Vorgängermodellen. Damit zählt das Modell, gemeinsam mit dem V50 Ultra Complete, zu den aktuell saugstärksten Saugrobotern auf dem Markt, zumindest auf dem Papier.
Um die Reinigungsleistung objektiv bewerten und vergleichen zu können, haben wir unseren standardisierten Saugtest durchgeführt. Dabei verteilen wir eine exakt abgewogene 50-Gramm-Mischung aus Wildreis und Haferpops gleichmäßig auf einem stets identischen Teppich. Im Anschluss lassen wir den Saugroboter den Bereich reinigen und ermitteln, wie viel des Materials im Staubbehälter gesammelt wurde.
Bereits die Sichtprüfung nach dem Test deutete auf ein sehr gutes Ergebnis hin. Wir konnten lediglich vier verbleibende Reiskörner auf dem Teppich entdecken. Beim anschließenden Wiegen bestätigte sich dieser Eindruck: Das Modell erzielte eine beeindruckende Aufnahmemenge von 49,93 g, was einer Reinigungsleistung von 99,66 % entspricht. Besonders hervorzuheben ist, dass nahezu alle Modelle von MOVA konstant Reinigungswerte von über 99 % erreichen.
Im direkten Vergleich übertrifft der P50s Ultra sowohl den P50 Ultra (99,32 %) als auch den P50 Pro Ultra (98,42 %) und unterstreicht damit erneut die hervorragende Reinigungsleistung. Um die bestmögliche Performance auf Teppichböden zu erzielen, empfehlen wir, in der App unter den Teppicheinstellungen die Seitenbürste für Teppichflächen zu aktivieren. So kann das Modell auch entlang von Teppichkanten optimal reinigen.
Ecken- und Kantenreinigung: Stark wie bei der restlichen P50-Reihe
Zur Veranschaulichung haben wir einige Haferflocken in einer Raumecke verteilt und den Roboter anschließend reinigen lassen. Das Ergebnis: Die ausfahrbare Seitenbürste beförderte sämtliche Haferflocken zuverlässig aus der Ecke, woraufhin der Roboter sie mühelos aufsaugte.
Doch nicht nur die Ecken werden zuverlässig gereinigt, auch die Kantenreinigung wurde durchdacht umgesetzt. Wie viele Modelle in diesem Preissegment nutzt der P50s Ultra das rechte Wischpad, das seitlich ausgefahren wird, um Kanten gründlich zu reinigen. So bleiben auch hier keine eingetrockneten Flecken zurück.
Noch effektiver wird die Reinigung, wenn man in der App die Schwenkbewegung für die Kantenreinigung aktiviert. Dadurch gelangt der Roboter auch in besonders schwer zugängliche Bereiche, etwa unter Türrahmen oder bei uns unter einer Küchenleiste, wo aufgrund eines unebenen Bodens eine kleine Lücke entstanden ist.
Anti-Haareinwicklung: Ideale Wahl für Haustierbesitzer
TroboWave DuoBrush statt CleanChop-Rollbürste
Im Gegensatz zum P50 Pro Ultra und P50 Ultra setzt das neue Spitzenmodell der Reihe auf eine doppelte Rollbürste anstelle einer einfachen. Das bringt nicht nur Vorteile bei der Reinigungsleistung, sondern wirkt sich auch positiv auf die Vermeidung von Haarverwicklungen aus. Konkret kommt beim P50s Ultra die TroboWave DuoBrush zum Einsatz. Ein System, das uns bereits im Flaggschiffmodell V50 Ultra Complete überzeugt hat.
Die Hauptbürste kombiniert eine TPU-Gummibürste mit einer borstigen Gummiwalze. Beide Bürsten sind lediglich auf der rechten Seite aufgehängt, um den Luftstrom effizient zur Absaugöffnung zu lenken. Selbst wenn sich Haare zunächst um die Bürsten wickeln, werden sie durch das aerodynamisch gestaltete System schrittweise in Richtung Absaugschacht befördert, ohne sich dabei um die Aufhängung zu verfangen.
Anti-Haareinwicklung im Test: Erfolg auf ganzer Linie
Da das Anti-Haareinwicklungssystem bereits im V50 Ultra Complete auf ganzer Linie überzeugt hat, wollten wir den Schwierigkeitsgrad in unserem aktuellen Test gezielt erhöhen. Dazu haben wir nicht nur bis zu 30 cm lange Haarsträhnen eingesetzt, sondern auch zahlreiche kurze Haare und kleine Haarbüschel verteilt. Ganz so, wie es in Haushalten mit tierischen Mitbewohnern häufig vorkommt.
Die Menge an Haaren war in diesem Test außergewöhnlich hoch. Dennoch meisterte der P50s Ultra diese Herausforderung eindrucksvoll: Sämtliche Haare wurden vollständig aufgenommen, ohne sichtbare Rückstände und ohne erkennbare Verwicklungen an der Bürsteneinheit. Das ist eine bemerkenswerte Leistung, die den Roboter auch im direkten Vergleich mit dem P50 Pro Ultra hervorhebt. Bei Letzterem waren nach dem Test noch vereinzelte Haare an der Rollbürste zu finden.
Haarkomprimierung im Staubtank als Bonus
Neben der neuen TroboWave-Rollbürste wollten wir in unserem Test eine weitere Funktion unter die Lupe nehmen. Dafür haben wir bewusst eine größere Menge an Haaren eingesetzt. Nicht nur, um die Anti-Haareinwicklung zu prüfen, sondern auch, um die automatische Haarkomprimierung im Staubtank zu testen. Der P50s Ultra erkennt während der Reinigung selbstständig, wenn sich Haare im Staubbehälter ansammeln, und komprimiert diese mithilfe des leistungsstarken 24.000-Pa-Saugmotors.
Und tatsächlich: Nach dem Reinigungsvorgang konnten wir nahezu alle Haare in Form eines kompakten Haarbüschels aus dem Staubtank entnehmen. Durch die Verdichtung der Haare bleibt im Staubbehälter deutlich mehr Platz für weiteren Schmutz und Staub. Ideal für alle Menschen mit Haustieren!
App-Steuerung: Zwei Unterschiede zur Pro-Version
Die Steuerung des P50s Ultra erfolgt, wie bei den anderen Modellen der Serie, über die bewährte MOVA-App. Grundsätzlich bleibt die Benutzeroberfläche unverändert. Der einzige Unterschied zum P50 Pro Ultra: In der App lassen sich nun zusätzlich überwindbare Schwellen einzeichnen und die Kletterfunktion der ausfahrbaren Standbeine individuell anpassen.
Darüber hinaus bietet die Kartenbearbeitung zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten:
Von Sperr- und No-Go-Zonen über das Teilen oder Verbinden einzelner Räume zur nachträglichen Anpassung der Raumgrenzen, bis hin zur Benennung der Räume und raumspezifischen Reinigungseinstellungen (z. B. Saugstärke, Wassermenge oder Reinigungsreihenfolge) ist vieles flexibel konfigurierbar. Außerdem kann die virtuelle Karte wahlweise in 2D oder 3D angezeigt werden.
Auch das Verhalten des Roboters gegenüber Teppichböden lässt sich detailliert konfigurieren: Soll der Teppich zuerst gereinigt werden? Soll die Saugkraft beim Befahren automatisch erhöht oder der Bereich besonders intensiv gereinigt werden? Alternativ kann der Teppich auch komplett gemieden oder nur trocken gesaugt werden, indem die Wischfunktion beim Befahren automatisch angehoben oder vorher in der Station abgelegt wird.
CleanGenius: Komfort und Autonomie dank KI
Dabei regelt das System Saugkraft und Wasserdurchfluss raumabhängig und entscheidet selbstständig, wann es Zeit ist, zur Station zurückzukehren, um die Wischpads zu säubern. Ideal für alle, die sich nicht intensiv mit der App beschäftigen möchten, aber dennoch eine effiziente und gründliche Reinigung erwarten.
Live-Ansicht und Video-Telefonie per App
Das Modell punktet mit einer integrierten Kamera, die über die reine Reinigung hinaus echten Mehrwert bietet. Per App lässt sich jederzeit ein Livebild abrufen. Ideal, um auch von unterwegs zu sehen, was zu Hause passiert. Ob das Haustier gerade schläft oder ein Hindernis im Weg steht, ist so schnell ersichtlich. Der Roboter lässt sich zudem manuell steuern und erlaubt sogar die Sprachübertragung über Mikrofon und Lautsprecher. Auch Fotos können aufgenommen werden. Besonders smart: Auf Wunsch sucht der Roboter eigenständig nach dem Haustier und navigiert gezielt durch die Wohnung.
Fazit: Flach, smart und die neue Referenz unter 1.000€
Der P50s Ultra wird seinem Anspruch als Topmodell der P50-Reihe im Test voll und ganz gerecht. Er überzeugt in nahezu allen Disziplinen, ohne nennenswerte Schwächen. Besonders beeindruckend: Er ist aktuell der einzige Saugroboter unter 1.000 €, der sowohl eine Kletterfähigkeit von 6 cm als auch eine flache Bauhöhe von nur 8,25 cm bietet.
Diese kompakte Bauweise, ermöglicht durch die neue FalsePulse-Navigation, erwies sich im Test als präzise und zuverlässig und das trotz Verzichts auf einen klassischen Laserturm. Dadurch gelangt der Roboter problemlos unter viele Möbelstücke, unter die andere Modelle (inkl. der restlichen P50-Serie) mit Laserturm nicht passen. Ein klarer Alltagsvorteil, den wir sehr zu schätzen wussten.
Zudem bringt der P50s Ultra zahlreiche Premium-Features mit, etwa das StepMaster-System für hohe Schwellen oder die TroboWave-Technologie zur Vermeidung von Haarverwicklungen. Funktionen, die wir bereits vom V50 Ultra Complete kennen und dort sehr positiv bewertet haben. Gerade die Anti-Haareinwicklung, die zu den besten überhaupt gehört, ist aus unserer Sicht ideal für alle Haustierbesitzer und Menschen mit langen Haaren.
In unseren Augen bietet der P50s Ultra das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im High-End-Bereich und verdient den Titel „Bester Saugroboter unter 1.000 €“ vollkommen zurecht. Käufer dürfen sich außerdem über eine 3-Jahre-Herstellergarantie freuen.
Wer hier schreibt
Hallo zusammen! Mein Name ist Joell und ich bin seit 2019 mit an Bord. Seit langer Zeit fasziniert mich die Welt der Technik und ihre präzise Funktionsweise. Egal, ob es sich um intelligente Saugroboter handelt, die bei der Reinigung des Wohnraums unterstützen, oder um TV- und Audio-Produkte, die Bilder und Klänge intensiver erlebbar machen. Als Autor für Testsieger TV berichte ich über aktuelle Neuigkeiten und teste gleichzeitig verschiedene Haushaltselektronikprodukte.
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InhaltsverzeichnisTechnische Daten Lieferumfang Features der Station Navigation & Objekterkennung StepMaster...























































Hallo Joell,
läßt sich der Akku des Gerätes gegebenenfalls auswechseln ?
Vielen Dank und viele Grüße
Hallo!
Wir haben 5 Ebenen in unserem Haus.
Kann man bei dem Gerät verschiedene Karten speichern?
Ja, ist problemlos möglich! 🙂
Hallo Joell
Wow, das ist ja ein mega Testbericht..
Ich überlege mir einen zukaufen..
Am schluss deiner Testung, habe ich das mit der Kamera noch sehr interessant gefunden.
Aber meine Frage, wird man so überwacht?? Wer kann das alles sehen??
z.B. Nicht das da wer sieht, ist keiner zuhause und wird eingebrochen.. oder man wird beobachtet??
Hoffe auf deine Antwort..
Freundliche Grüsse Viktoria
Guten Morgen Viktoria,
berechtigte Frage. Aber nein, du wirst nicht überwacht 🙂 Diesen Live-Kamera Zugriff hat nur der, der den Roboter eingerichtet hat und zusätzlich ein Sicherheitscode sowie eine Aktivierung am Roboter selbst vorgenommen hat. Entsprechend bist du gleich doppelt gesichert. LG Joell
Hallo Joell,
Danke für den ausführlichen Testbericht. Ich bin am überlegen ob ich mir den Saugroboter zulegen soll. Meine Frage ist ob das Gerät auch Treppen erkennen kann. Ich habe einen Kommentar (Amazon) gelesen, wo bei diesem Gerät die Erkennung fehlgeschlagen ist und die Treppen runtergefallen ist. Zum Glück ist niemandem etwas passiert. Testet ihr so etwas auch?
Viele Grüße
Hi, danke für deine Frage. Tatsächlich ja, wir haben mehrere Etagen im Haus und ich lasse ihn bewusst auch oben fahren, um dies zu überprüfen. Ehrlicherweise ist es bei noch keinem Testmodell aufgetreten. Ich habe aber auch schon bei anderen Modellen Dreame X40 Ultra und ECOVACS X8 davon gelesen. Das passiert super selten, kann aber immer passieren. Daher ist es ratsam noch am Treppenabgang eine Sperrzone bzw. virtuelle Wand einzurichten. Geht ganz einfach über die App. Dann ist man auf der sicheren Seite 🙂