Yeedi 2 Hybrid Saugroboter für 189,99€ bei Amazon im Test

Saugroboter, Yeedi | 0 Kommentare

Yeedi 2 Hybrid mit VSLAM Navigation und Mapping

Im vergangenen Jahr brachte Ecovacs-Tochter Yeedi zum Debüt zwei Saugroboter auf den Markt, den K650 und den K700.  Nun bringen Sie nach kurzer Zeit den dritten Saugroboter mit VSLAM Navigation und Mapping auf dem Markt, den Yeedi 2 Hybrid. Der Yeedi K650 konnte in unserem Test nur teilweise überzeugen, wie sich der Yeedi 2 Hybrid im Vergleich schlägt, erfahrt Ihr hier.

Technische Daten und Lieferumfang

Produktdaten

ModellbezeichnungYeedi 2 HybridYeedi K650
Preis269 €169 €
Saugkraft2.500 pa2.000 pa
Maße34,3 x 34,3 x 7,9 cm33,9 x 33,7 x 7,9 cm
NavigationVSLAM (Kamera)Gyroskop
Akku5.200 mAh2.600 mAh
Laufzeit200 Minuten130 Minuten
Lautstärke50dB auf der niedrigsten Stufe57 dB auf der niedrigsten Stufe
Staubbehälter430 ml400 ml
Wassertank
240ml300 ml
MappingJaNein
SteuerungApp, Google Assistant, AlexaApp, Google Assistant, Alexa
TeppicherkennungNeinNein­­­
Hybridfunktion aus Saugen und WischenJaJa
Steigungen bis zu 1,7 cmbis zu 1,7 cm
CE-KennzeichenJaJa

Lieferumfang

  • Ladestation
  • Wischaufsatz mit Mikrofasertuch
  • fünf Einwegwischtücher
  • zwei Bürstenköpfe für die Unterseite
  • Bedienungsanleitung 

Der Lieferumfang des Yeedi

Der Lieferumfang des Yeedi 2 Hybrids ist sehr minimalistisch gehalten. Das Nötigste ist zwar dabei, das war es dann aber auch. Wünschenswert wären Ersatzbürstenköpfe und ein zweiter HEPA-Filter.

Verarbeitung

Der erste Eindruck des Yeedi 2 Hybrid ist gut. Die mehrfarbige Umrandung der Kamera an der Oberseite macht den Yeedi sogar zu einem echten Hingucker. Auf den ersten Blick kann man die Verarbeitung des Yeedis als gelungen bezeichnen. Alles sieht gut verarbeitet aus und man findet keine unsauberen Kanten oder Ähnliches.

 

Die Unterseite des Yeedi

Ein Blick ins Innere

Beim Anschalten des Gerätes und dem Schließen des Deckels fiel dann allerdings etwas auf, dass so nicht sein sollte. Die Wi-Fi-LED, welche unter dem Deckel sitzt, schimmert durch den geschlossenen Deckel durch. Das ist einfach unschön und hinterlässt einen faden Beigeschmack. Bei einem UVP von 299 € sollte das nicht vorkommen

Die Wi-Fi-LED leuchtet durch den Gehäusedeckel

Die App des Yeedi im Check

Die Funktionen der App

  • Saugroboter starten, stoppen bzw. wieder zur Basis zurückzuschicken
  • Saugstärke einstellen: Leise, Standard, maximal und maximal +
  • Wasserdurchflussrate: Standard oder Hoch
  • Erstellen eines Reinigungsplanes: z.B. täglich um 7 Uhr, alle zwei Tage oder so wie man es eben wünscht
  • Einzeichnen von Sperrzonen
  • Kartierung der Wohnung
  • Selektive Raumreinigung
  • Überprüfen des Reinigungsprotokolls: gereinigter Bereich in m² sowie die Dauer der Reinigung
  • Einstellen der Sprachmeldungen: ein bzw. aus, Lautstärke 
  • Sowie eine Verschleißanzeige für das Zubehör: Abnutzung der Haupt- und Seitenbürste sowie des HEPA-Filters

Die App des Herstellers Yeedi entspricht dem Herstellernamen: yeedi. Die App ist sowohl im Google Play Store als auch im App Store von Apple verfügbar.

Der Aufbau sowie das Layout der App erinnert stark an die Ecovacs App. Die App ist sehr übersichtlich aufgebaut, läuft äußerst flüssig und man wird kinderleicht durch die App geführt. Von dem Installieren der App, bis zum ersten Einsatz des Yeedi vergehen nicht mehr als 5-10 Minuten.

Die erfasste Karte, die der Yeedi 2 Hybrid nach der kompletten Fahrt durch die Wohnung zeichnet, ist leider nicht veränderbar, wie das bei Robotern mit Lasernavigation der Fall ist. Darüber hinaus werden Hindernisse in der Wohnung nicht erkannt und dadurch auch nicht in der Karte angezeigt.

Neu ist im Vergleich zum K650 das sich über die App virtuelle Grenzen setzen, also Sperrzonen in die der Roboter nicht fährt. Das ist zum Beispiel bei Flor-Teppichen zu empfehlen, da sich der Roboter in unseren Test regelmäßig dort festfuhr.  Beim Vorgänger musste man noch mit Magnetbändern auf dem Boden, diese Grenzen ziehen.

Alltagstest

Navigation

Im Vergleich zu den beiden Vorgängern setzt der Yeedi 2 Hybrid auf eine sogenannte VSLAM (Visual Simultaneous Localization and Mapping) – Navigation.
Durch die VSLAM-Navigation ist es möglich eine Karte der Wohnung zu erstellen und dadurch z.B. gezielt einzelne Räume auszuwählen und zu reinigen. Den Vorteil, den die VSLAM Navigation bietet, ist die kompaktere Bauweise im Vergleich zu Modellen mit Laserturm. Dadurch ist es dem Saugroboter möglich beispielsweise unter Schränken zu reinigen.

Durch die kompakte Bauweise (7,9 cm Höhe) des Yeedi reinigt er auch unter Schränken

Der Nachteil ist, dass die Navigation nicht so genau wie bei Modellen mit Lasernavigation ist. Insgesamt merkt man aber einen deutlichen Unterschied zu den beiden Vorgängern, die noch im Chaos-Prinzip unterwegs waren. Der Roboter fährt die Wohnung in geraden Bahnen ab und kehrt selbstständig zur Ladestation zurück. Wichtig ist, dass der Saugroboter über Tag fahren sollte, da die Kamera auf gute Lichtverhältnisse angewiesen ist.

Bei schlechten Lichtverhältnissen hatte er im Test Probleme mit der Orientierung und fuhr sich fest. Auffällig war, dass er relativ robust gegen Hindernisse fuhr wie Schränke, Türen und Tische. Wer Klarlack-Schränke sein Eigen nennt, sollte lieber auf einen Roboter mit Lasernavigation setzen oder alternativ zum Dreame F9 greifen. Die Schlieren, die er an Klarlack-Schränke verursacht sind abwaschbar.  Außerdem brauchte er mit knapp 47 Minuten relativ lange für die Reinigung der kompletten Wohnung. Der Ecovacs OZMO T8 brauchte für die identische Wohnung nur 36 Minuten und war damit fast 25 Prozent schneller.

Der Yeedi mag keine Klarlack-Möbel und verursacht Schlieren

Die Akkulaufzeit beläuft sich auf 200 Minuten und ist damit noch mal 70 Minuten länger als beim Vorgänger K650. Mit dieser langen Laufzeit schafft der Yeedi auch problemlos größere Wohnungen.

Saugleistung

Der Yeedi besitzt eine Saugkraft von 2500pa auf der höchsten Stufe, der Vorgänger hatte noch 2000pa. Im Test konnte der Yeedi durch eine starke Reinigungsleistung auf Hartböden, als auch auf Kurzhaar-Teppichen punkten. Positiv im Vergleich zum Vorgänger ist aufgefallen, dass der Roboter sich in der Wohnung nicht an Hochflor-Teppichen festfuhr, mit denen der Yeedi K650 noch Probleme hatte. Die Reinigungsergebnisse auf Teppichen waren solide.

Wischfunktion

Nun kommen wir zum letzten Punkt, der Wischfunktion. Wie bei den meisten anderen Saugrobotern ähnelt die Wischfunktion mehr einem Staubwischen. Sie ist in Ordnung um Staubschichten vom Boden zu entfernen, das eigentliche Putzen ersetzt es aber nicht. Daher ist es eine nette Funktion, mehr aber auch nicht.

Fazit

Der Yeedi punktet im Vergleich zu seinem Vorgänger durch eine verbesserte Navigation mit Mapping, das Festlegen von Sperrzonen, wo der Roboter nicht wischt bzw. saugen soll und der selektiven Raumreinigung. Die Saugleistung ist auf Hartböden gut bis sehr gut. Allerdings ist der aufgerufene UVP von 299 € zu hoch, für das Gebotene. Die Verarbeitungsqualität könnte höher sein, die Navigation ist noch ausbaufähig und der Lieferumfang ist eher bescheiden. Im selben Budget liegt  ein Dreame F9  der ausgereifter und stärker im Vergleich ist. Sollte der Preis des Yeedi 2 Hybrid auf um die 200 Euro fallen, ist er eine Empfehlung wert.

Pro

  • App- und Sprachsteuerung
  • gute Saugkraft
  • Kompakte Bauweise
  • Mapping, selektive Raumreinigung und No-Go-Zonen

Kontra

  • Schlechte Hinderniserkennung
  • ausbaufähige Navigation
  • hoher Preis
  • Verarbeitungsqualität
Autorenbild Joell

Wer hier schreibt

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