Dreame D9 Saugroboter für 204€ bei Alternate: Etagenspeicherung & Xiaomi Home App | Leser-Test

Dreame, Saugroboter | 2 Kommentare

UPDATE

Den Dreame D9 gibt es gerade beim deutschen Händler Alternate für 204,90€. Das Angebot ist zeitlich begrenzt, schnell sein lohnt sich also.

Mit Leser-Tests möchten wir euch, unserer Community, die Möglichkeit geben, Produkte selbst zu testen. Dazu stellen wir euch Saugroboter, Akkusauger und mehr zur Verfügung – und ihr schreibt den Testbericht! Vielen Dank an unseren Leser Sam L. für seinen Leser-Test zum Dreame D9.

Wir haben den Testbericht redaktionell aufbereitet, aber keine inhaltlichen Änderungen vorgenommen. Viel Spaß beim Lesen! Wenn ihr wissen möchtet, was unser Eindruck von dem Gerät ist, könnt ihr unsere Video-Review anschauen. Weitere Leser-Tester/innen suchen wir regelmäßig hier oder in unserer Saugroboter-Community.

Dreame D9 aus Xiaomis Ökosystem

Der D9 ist der zweite Saugroboter des Herstellers Dreame, der Teil des Ökosystems von Xiaomi ist. Im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem Dreame F9, und wie die meisten Top-Modelle, besitzt dieser einen Laserdistanzsensor, welcher sich unter dem unverkennbaren Laserturm verbirgt.

Ich hatte schon den ein oder anderen Roboter in Betrieb, der letzte mit dieser Technologie liegt aber schon ein bisschen zurück und war ein Neato D3 Connected. Diesen habe ich auch heute noch regelmäßig im Einsatz, nichtdestotrotz sind seit dem Kauf damals einige neue Hersteller und Funktionen auf den Saugrobotermarkt gekommen. Das macht es für mich umso interessanter, eines dieser zeitgenössischen Modelle testen zu dürfen.

Dreame D9 Saugroboter Design
Der Dreame D9 aus dem Hause Xiaomi

Produktdaten: Vergleich zum Vorgänger Dreame F9

ModellbezeichnungDreame D9Dreame F9
Preis (UVP)299€199€
Saugkraft3.000 pa2.500 pa
NavigationLaser-RaumvermessungDual-Gyrosensor mit ToF-Sensor
Staubbehälter570 ml600 ml
Wassertank für Wischfunktion
270 ml200 ml
Arbeitszeit150 Min. (2,5 h)120 Min. (2 h)
Akku5.200 mAh5.200 mAh
Ladezeit5 h5 h
Lautstärke50-65 dB (variiert mit der gewählten Saugstufe)48-68 dB (variiert mit der gewählten Saugstufe)
Teppich-BoostJaNein
Selektive RaumeinteilungJaJa
Etagenspeicherung (mehrere Karten speicherbar)JaNein
Maße35,3 x 35,0 x 9,6 cm35,0 x 35,5 x 8,1 cm
CE-KennzeichenJaJa
Vorab und zur Freude meines Stauraums: Die Verpackung ist nur wenig größer als der Roboter selbst! Das habe ich in der Vergangenheit schon mehrfach anders erlebt. Zwar ist der Lieferumfang knapp gehalten, dennoch erstmal ausreichend um alle Funktionen zu testen.

Lieferumfang des Dreame D9

  • Roboter
  • Ladestation mit EU-Ladekabel
  • Wassertank/ Wischaufsatz mit Mikrofasertuch
  • Reinigungstool
  • Seitenbürste
  • Anleitung
Die Seitenbürste wird ohne jegliches Werkzeug aufgesteckt. Weitere Ersatzteile, wie beispielsweise einem zweiten Mikrofasertuch oder einer Seitenbürste, liegen nicht bei. Das stellt bei Robotern, die mit Xiaomi verwandt sind, bekanntlich keine Ausnahme dar.
Dreame D9 Saugroboter Lieferumfang
Der Lieferumfang des Dreame D9

Design und Verarbeitung

Optisch wirkt das 9,6 cm hohe Gerät sehr schick und macht einen hochwertigen und soliden Eindruck! Auf der Oberseite erkennt man neben dem Laserturm zwei silberne Streifen, die optisch schon was hermachen. Dazu tragen ebenfalls die versenkten Tasten an der Oberseite bei, die bei Inbetriebnahme weiß leuchten. Der Stoßsensor besitzt unten eine schmale Gummilippe, zudem noch zwei „Fenster“, wohinter sich Sensoren verstecken.
Dreame D9 Saugroboter Optik
Optisch ein sehr ansprechendes Modell
Die Klappe zum 570 ml fassenden Staubbehälter lässt sich leicht öffnen und schließt auch wieder entsprechend sanft. Dazu wird diese einfach nach oben/ unten bewegt, ohne irgendwelche Knöpfe drücken zu müssen. Das ist dann erst zur Entnahme des Staubbehälters notwendig (mehr dazu im Abschnitt „Reinigung und Pflege“).
Auf der Unterseite sind mehrere Sensoren verbaut. Die Bodenwalze kennt man in dieser Form auch schon von anderen Modellen und besteht abwechselnd aus Borsten und Gummilamellen. Bis auf den Borsten ist die Seitenbürste aus Gummi gefertigt. Wie später im Reinigungstest beschrieben, erweist sich das als vorteilhaft.
Dreame D9 Saugroboter Unterseite
Die Unterseite mit der mittleren Hauptwalze
Das Reinigungstool wird unter der Abdeckung zum Staubbehälter verstaut. Auch wenn das vielleicht eher nebensächlich ist und nicht nur exklusiv beim Dreame D9 so ist, gefällt mir das sehr gut. Denn wer kennt es nicht: Kleinere Werkzeuge ohne festen Platz findet man immer, eben nur nicht mehr dann, wenn man sie braucht. So ist hier also schon mal vorgesorgt.
Dreame D9 Saugroboter unter Klappe Reinigungswerkzeug
Ein Reinigungswerkzeug findet sich unter der Klappe.

Die Ladestation

Die Ladestation ist recht klein und hat an der Unterseite Gummistreifen, die ein bisschen mehr Halt bieten. Aber: Es besteht keine Möglichkeit das Kabel zu verstauen. Das hat man bei anderen optisch-ähnlichen Ladestationen aus Xiaomis Ökosystem auch schon anders gelöst, in dem man beispielsweise eine Klappe an der Unterseite öffnen konnte, wodurch man dann überflüssiges Kabel verstauen konnte. Schade, dass das hier nicht der Fall ist, gibt aber Schlimmeres.
Dreame D9 Saugroboter an Ladestation
Der D9 an seiner Ladestation

Arbeitsweise, Sensorik und Navigation

Wie unschwer am Laserturm zu erkennen ist, nutzt der Dreame D9 einen Laserdistanzsensor zur Orientierung, wodurch bauartbedingt die Höhe des Roboters zunimmt.
Dreame D9 Saugroboter Maße Hoehe
Laser-Türme sind zur Navigation top, erhöhen den Roboter aber auch merklich.
Neben dem Stoßsensor selbst, sind hier noch an der Front und der rechten Seite Sensoren zur Hinderniserkennung verbaut. Im Test leisteten diese auch zuverlässige Arbeit. Die Sensoren auf der Unterseite des D9 dienen vermutlich zur Erkennung von Teppichen und Höhe zum Untergrund (Absturzsensoren).

Die Hauptbürste auf der Unterseite hat eine Länge von ca. 17 cm und befördert den Schmutz Richtung Staubbehälter. Die Lautstärke während der Arbeit ist mehr als erträglich. Er hört sich ein bisschen wie ein Flugzeug auf dem Rollfeld an, nur halt viel leiser. Selbst auf der höchsten Saugstufe kann man sich noch locker unterhalten. Apropos Unterhalten: Der Roboter selbst spricht auch und gibt z.B. zu Beginn und Ende der Reinigung eine entsprechende Meldung in der ausgewählten Sprache. Dazu gleich noch mehr.

Dreame D9 Saugroboter Seitenansicht
Seitliche Sensorik

Hindernis- und Teppicherkennung

Zu Beginn der Reinigung werden erst die Kanten präzise abgefahren, dann der restliche Bereich. So wird dann raumweise vorgegangen. Man kann ein klares und zielstrebiges Reinigungsmuster beim Zuschauen oder sonst auch in der App feststellen.

Die Seitenbürste ist entsprechend der Seite am Roboter verbaut, an der eines der Sensor-Fenster am Stoßsensor platziert ist. Im Zusammenspiel erlaubt das dem Dreame D9 die Seitenbürste möglichst dicht an Kanten zu bringen und diese entlang zu fahren. Das erfolgte im Test auch sehr gut und ohne Probleme. Dass in diesem Fall nur einseitig eine Seitenbürste verbaut ist, scheint mir eher nicht als Nachteil. Kanten werden sowieso ausschließlich so abgefahren, dass sich die Seitenbürste auf der zweckentsprechenden Seite, also der Kante, befindet und den Schmutz Richtung Hauptbürste befördert.

Dreame D9 Saugroboter Seitenreinigung
Der D9 navigiert von außen nach innen.
Hindernisse wie Schrankfüße, Stuhlbeine etc. wurden erkannt, die Geschwindigkeit verringert und leicht mit dem Stoßsensor berührt. Das war auch bei einem relativ dünnen Bein einer Kommode (ca. 2 cm) der Fall.
Dreame D9 Saugroboter Navigation
Hinderniserkennung? Normalerweise kein Problem.
Sehr leichte Gegenstände können dadurch eventuell verschoben werden, wie bei mir z.B. ein Mülleimer aus Kunststoff.  Wie es bei vielen Modellen so üblich ist, werden flache Gegenstände wie Hausschuhe oder Türstopper erst mit dem Stoßsensor erkannt und dadurch vorher nicht die Geschwindigkeit verringert. Nichtdestotrotz ist ein solcher „Aufprall“ eher harmlos und der Roboter steckt das (auch hörbar) gut weg.
Auch die Fahrt auf einem Teppichläufer mit teilweise bis zu 2,5 cm Höhe inkl. Fransen klappte erwartungsgemäß gut. Bei Bedarf kann der Roboter die Saugleistung auf Teppichboden erhöhen, was bei mir bereits auf extrem dünnen Teppich (Auslegware) erfolgte. Diese Funktion lässt sich aber auch deaktivieren. Nur zum Test habe ich den Roboter noch auf einen dichten Teppich mit relativ dicken Fransen und 3 cm Höhe fahren lassen. Das war dann aber des Guten zu viel (siehe Bild).
Dreame D9 Saugroboter performance auf Teppich
Bei 3 cm hohen Teppichkanten ist Schluss.
Dort wo der Roboter potenziell hinkommen konnte, ist er auch gefahren. Daran änderte auch eine etwas heiklere Ecke, in der ein Stuhl und direkt daneben eine Kommode platziert sind, nichts. Andere Roboter haben z.B. die Fläche zwischen den Stuhlbeinen ausgelassen, obwohl sie theoretisch dazwischen gepasst hätten.

Der D9 meisterte das allerdings und ich hatte in keinem Moment das Gefühl, dass er sich in engen Situationen eventuell festfahren würde und dabei wie manch anderer aus Panik rückwärts irgendwo gegenbrettert. Das wirkte schon sehr intelligent. Insgesamt machte der Roboter einen geschmeidigen, vorsichtigen, aber dennoch zügigen Eindruck. Sehr gut, so wünscht man sich das!

Dreame D9 Saugroboter Hinderniserkennung
Auch mit komplizierten Gegebenheiten kommt der Dreame D9 zurecht.

Akku- und Reinigungsleistung

Die Arbeitszeit ist mit bis zu 2,5 h angegeben. Das hängt natürlich von der gewählten Saugleistung ab oder ob der Roboter die Saugleistung auf Teppichboden automatisch erhöhen soll usw. Ich war bisher immer nur eine maximale Reinigungszeit von 60-90 Minuten gewohnt, wodurch mir die Reinigungszeit von über zwei Stunden wie eine Ewigkeit vorkam.

Der Roboter ist bei mir für eine Etage mit mehreren kleinen Räumen und einer Reinigungsfläche von ca. 40 m² vorgesehen. Diese habe ich ihn zweimal hintereinander reinigen lassen (Saugstufe „Standard“), wofür pro Fahrt ziemlich genau 30 Minuten benötigt wurden. Der Balken der Akkuanzeige war danach (also nach 60 Minuten) noch mehr als halb voll!

Dreame D9 Saugroboter Performance Saugkraft Hartboden
Auf Hartboden ist die Saugkraft von 3.000 pa wünschenswert.
Sollte die Akkuleistung dennoch mal nicht ausreichen, setzt der Roboter nach Aufladung die Arbeit wieder an der Stelle fort, an der er aufgehört hat. Nach getaner Arbeit kommt dann die Meldung „Ich nehme die Reinigung wieder auf“. Hier habe ich zuerst gedacht, dass der Akku leer ist und die Fahrt später fortgesetzt wird, da auch kein Zeitplan aktiviert war. Allerdings war das die Meldung zum Ende der gesamten Reinigung. Vielleicht hätte man hier eine bessere Formulierung wählen können, das ist aber Jammern auf hohem Niveau! Unbeirrt und auf direktem Weg ging es zurück zur Ladestation.

Bei der Fülle des Staubbehälters bin ich immer wieder überrascht, wo das ganze Zeug herkommt. Die nennenswerte Saugkraft mit bis zu 3.000 pa ist recht hoch (Roborock S5 Max liegt beispielsweise bei 2.000 pa), wenngleich das nicht immer zwingend in eine bessere Reinigungsleistung resultieren muss. Ich habe die Staubmenge nicht nachgewogen und keine „Testarena“ zur Hand, aber das war sicherlich nicht weniger als andere Modelle hier gefunden haben.

Auch hier hat der Dreame D9 einen guten Job gemacht und ich konnte nichts Negatives nachweisen! Die Ladezeit beträgt laut Angabe bis zu 5 Stunden. Das kann sich zum einen bei kleiner Reinigungsfläche (= Reinigung schneller beendet) verkürzen und zum anderen muss man ihm dabei ja nicht zusehen.

App-Steuerung via Xiaomi Home App

Der Roboter lässt sich spielend leicht in die Xiaomi Home App via 2,4 GHz W-Lan einbinden, wozu man einfach die beiden äußeren Tasten auf dem Bedienfeld am Roboter drückt und den Aufforderungen der App folgt. Man sollte nur darauf achten, die entsprechenden App-Berechtigungen zu aktivieren. Daraufhin wurde erstmal die Firmware binnen weniger Minuten aktualisiert.

Zur ersten Reinigungsfahrt sollte der Roboter von der Ladestation aus starten, um eine neue Karte zu erstellen. Zuvor wird man auch nochmal aufgefordert, kleinere Gegenstände vom Boden zu beseitigen. Nach Beendigung der „Erkundungsfahrt“ kann man nun weitere Funktionen der App nutzen:

Dreame D9 Saugroboter Einstellungen
Einstellungsmöglichkeiten in der Xiaomi Home App
Die Startseite zeigt die erstellte Karte des Roboters. Ebenfalls werden Akkustand (wenn auch nur „optisch“ und nicht z.B. in %), gereinigte Fläche in m² und die Reinigungszeit angegeben. Während der Reinigung kann man Reinigungswege und die aktuelle Position verfolgen. Bei mir wurden diese etwa alle vier Sekunden aktualisiert. Wie zu erkennen, werden einzelne Räume automatisch erkannt und mit unterschiedlichen Buchstaben benannt. Sollte das mal nicht wie gewünscht funktioniert haben, kann man die Räume auch manuell einteilen. Es besteht zusätzlich die Möglichkeit, Räume mit vorgegebenen Symbolen zu markieren. So habe ich zur Illustration mal den Raum A in Küche und Fitnessraum unterteilt. Man kann Räume aber nicht nur teilen, sondern ebenfalls zusammenführen.
Dreame D9 Saugroboter Live-Mapping selektive Raumeinteilung
Live-Kartendarstellung in der Xiaomi Home App
Soll der Roboter nur einzelne Räume reinigen, so wählt man „Raum“. Durch Antippen der Räume wird nicht nur bestimmt, welcher Raum gereinigt werden soll, sondern auch in welcher Reihenfolge das abläuft. Beim Reinigungsmodus „Zone“ wird ausschließlich der blau-markierte Teil gereinigt. Die kleinste Zone ist mit 0,4 x 0,4 m nur wenig größer als der Roboter selbst.

Eine virtuelle Fernbedienung hat die App nicht, habe ich aber auch nicht vermisst. Wenn man nur eine kleine Fläche reinigen möchte, kann man das eben über die letztgenannte Funktion machen. Ist die Karte einmal erstellt, musste der Roboter nicht zwingend von der Ladestation aus starten. Dazu habe ich den Roboter mal in ein Nachbarzimmer gestellt und eine „Zone“ am anderen Ende der Etage eingezeichnet. Beim Start erfolgt ein kurzer Orientierungscheck und dann die Fahrt zur entsprechenden Stelle. Das klappte bei mir sehr zuverlässig und hebt die Präzision des Geräts hervor.

Dreame D9 Saugroboter App-Steuerung Xiaomi Home
Die selektive Raumeinteilung ermöglicht die Einzelansteuerung von Räumen.
Sollte man den Roboter ohne „Vorwarnung“ in unbekanntem Gebiet aussetzen, erkennt er das ebenfalls und erstellt automatisch eine neue Karte. Ein weiteres Feature ist die Etagenspeicherung: Dadurch lassen sich bis zu drei Karten speichern.

Virtuelle Wände

Wie auf den untenstehenden Bildern zu erkennen ist, lassen sich über eine sehr einfache und übersichtliche Menüführung Virtuelle Wände, Sperrbereiche und No-Go-Zonen für die Nasswischfunktion einzeichnen, wozu man im Hauptbildschirm einfach auf das Feld „Virtuelle Wand“ klickt. Letzteres bedeutet also, dass bei Nutzung der Wischfunktion z.B. Teppiche zuvor als No-Go-Zone definiert werden und diese dann nicht befahren werden (siehe lila-markierten Bereich in der Karte).

Für mich ein sehr praktisches Feature, wenn man Teppichboden hat, der immer an derselben Stelle bleibt. Kleinere Teppichläufer verschieben sich ja mal gerne, worauf man dann entsprechend Acht geben sollte. Der kleinste zu kennzeichnende Bereich für die Wischfunktion beträgt 0,5 m x 0,5 m. Gleiches Flächenmaß gilt auch für „Reinigen des Sperrbereiches“. Auch wenn diese Formulierung in der App ein bisschen unpassend ist, lassen sich hier Reinigungsbereiche ausgrenzen, die man durch einen roten Sperrbereich einzeichnen kann.

Dreame D9 Saugroboter Xiaomi Home App virtuelle Sperrzonen
Virtuelle Sperrzonen für den Saugroboter
Beim Einzeichnen von virtuellen Wänden, erscheint auf dem Bildschirm ein kleines Feld mit einer „Lupe“. Das suchte ich bei meinen vorherigen Modellen vergeblich. Somit lassen sich virtuelle Wände sehr präzise einzeichnen!
Dreame D9 Saugroboter Verschleißmaterialstatistik
Links Saugkraft bestimmen, rechts Verschleißzustand nachvollziehen
Wie in diesem Test angedeutet, aber nicht zu hoch aufgehangen werden sollte, kommen einem wenige Formulierungen der App manchmal vielleicht ein bisschen verwirrend/ unpassend vor. Es erinnerte mich an das Erlernen einer Fremdsprache und dem ersten praktischen Einsatz: Auch wenn es grammatikalisch nicht immer perfekt war, konnte man die Kernaussage rüberbringen.

Zusammenfassend deckt die App weitestgehend das Funktionsspektrum für Saugroboter ab. Wenn ich etwas spontan rauskramen müsste, wäre es, dass es bei meinem Neato eine „Extra Care“ Funktion gibt, wodurch der Roboter versucht einen gewissen Sicherheitsabstand zu Hindernissen einzuhalten. Wie schon beschrieben, berührt der Dreame D9 beispielsweise Hindernisse sehr leicht, kommt damit aber auch sehr nah an diese heran. Das hat natürlich zum Vorteil, dass auch sehr dicht an Gegenständen gereinigt wird. Möchte man das dennoch verhindern, hat die App dazu keine vorgesehene Funktion. Hier müsste man sich dann mit No-Go-Linien helfen.

Weitere Funktionen in der App

  • Sprachansage (auch auf Deutsch verfügbar, Lautstärke regelbar)
  • DND-Modus (Zeit, in der nicht gereinigt werden darf)
  • Leistungsschub für Teppiche
  • Reinigungsmodus/ Saugstärke (leicht, stark, Turbo oder Standard)
  • Zeitplan
  • Serviceplan (verbleibende Lebensdauer der Verschleißteile Hauptbürste, Seitenbürste und Filter)
  • Name des Roboters bearbeiten
  • Ortung (vom aktuellen Aufenthaltsort gibt der Roboter eine akustische Meldung wieder)
  • Aktualisieren der Firmware

Die Wischfunktion des Dreame D9

Wie es mittlerweile viele Roboter erlauben, kann man einen Wischaufsatz montieren. Der Wassertank fasst beim Dreame D9 270 ml und ist laut Angabe für bis zu 200 m² geeignet. Eine kleine Pumpe dosiert den Wasserdurchfluss, wobei man hier zwischen drei Stufen wählen kann. Eine solch große Fläche stand mir nicht zur Verfügung, es ist aber vermutlich selbsterklärend, dass der Wassertank auf höchster Wasserdurchlass-Stufe nicht für 200 m² ausreicht.
Dreame D9 Saugroboter Wassertank Unterseite
Der Lieferumfang des Roborock H6
Um Wasser einzufüllen, löst man einen Stopfen an der Oberseite. Das Mikrofasertuch wird in eine Art Hülse eingeschoben, dann mit Klett befestigt. Beim Einrasten des Wischaufsatzes erkennt der Roboter diesen automatisch, gibt das akustisch wieder und wird zum Saug-Wischroboter. Wird dann die Reinigung gestartet, läuft die Saugfunktion eben in Kombination mit der Wischfunktion.

Wenn das Mikrofasertuch noch trocken ist, dauert es ein paar Augenblicke, bis dieses feucht genug ist, um die gesamte Breite des Aufsatzes auszunutzen. Wer mag kann dieses aber auch zuvor schon anfeuchten. Sonderlich viel Druck entsteht dabei nicht, trotzdem wird so sicherlich mehr Schmutz aufgesammelt. Die Wischkraft eines Menschen wird damit nicht erreicht, wobei der Roboter wahrscheinlich genauer vorgeht und somit letztendlich mehr Fläche abdeckt.

Dreame D9 Saugroboter Wischaufsatz Wassertank
Die Wasserdurchflussrate ist einstellbar.
Ich habe die Wischfunktion bei mittlerem Wasserdurchfluss getestet. Dabei konnte man an den feuchten Fliesen gut erkennen, wo der Roboter gefahren ist. Die Wassermenge war ideal: Es sind keine Pfützen entstanden und der dünne Film ist schnell weggetrocknet.

Zur Entnahme drückt man einfach auf jeder Seite einen Knopf und zieht den Wischaufsatz heraus. Befestigung und Abnahme sind schnell erledigt, wer also entsprechende Bodenbeläge oder die Reinigungskarte angepasst hat, sollte die Funktion ruhig mal testen.

Reinigung und Pflege

Um den Staubbehälter zu entnehmen, drückt man auf den Knopf in der Mitte (zwischen den beiden roten Dreiecken). Öffnen lässt sich das ganze recht simpel, indem man an den markierten Stellen (die Dreiecke selbst) eine Klappe aufdrücken kann. Wenn man das vorsichtig angeht, fliegt einem auch kein Staub um die Ohren.
Dreame D9 Saugroboter Staubkammer
Die Staubkammer findet sich unter der Klappe auf der Oberseite.
Je nach Verschmutzungsgrad kann man dann auch den Filter wechseln oder nochmals auswaschen (gut trocknen lassen!). Die Bürste auf der Unterseite sollte man zum Säubern ebenfalls ausbauen, was auch binnen Sekunden erledigt ist. Dazu einfach die beiden Klippschalter drücken. Auch wenn es im Test noch nicht der Fall war, werden sich hier eventuell nach einiger Zeit z.B. lange Haare oder Fransen herumwickeln, die man aber schnell mit dem mitgelieferten Reinigungstool durchschneiden und entfernen kann.

Fazit: Dreame D9 kaufen?

Der Dreame D9 ist ein mehr als gelungener Saug- Wischroboter, zumal es erst der zweite dieses Herstellers ist! Sicherlich war bei der Entwicklung auch die Verbindung zwischen Dreame und Xiaomi behilflich. Die wenigen negativen Kritikpunkte gingen eher schon sehr ins Detail und sind aus meiner Sicht zu vernachlässigen.

Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung! Ich habe mir bereits weitere Zubehörteile bestellt, da ich das Gerät nicht mehr missen möchte (diese sind übrigens leicht erhältlich). Was der Roboter in Verbindung mit der App bietet ist spitze und repräsentiert was man unter „smarter Reinigung“ versteht!

Dieser Testbericht wurde von unserem Leser Sam L. verfasst und von unserer Redaktion online-redaktionell aufbereitet. Weitere Leser-Tester/innen suchen wir regelmäßig hier oder in unserer Saugroboter-Community.

2 Kommentare

  1. Nic

    Habe ihn seit dem Frühjahr. Bisher ist er seinen Preis mehr als Wert. Einziges Manko, was die Software/App angeht: Man kann die zweimal saugen Funktion nicht auf die „Geplante Reinigung“ anwenden.

    Antworten
    • Tim

      Danke für dein Feedback! Das ist natürlich ein Manko, aber durchaus ein überschaubares. Freut mich, dass dir der Sauger gefällt!

      Antworten

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