Dreame F9 Saugroboter für 166,90€: 8 cm flach & selektive Raumeinteilung | Leser-Test

Dreame, Saugroboter | 2 Kommentare

Mit Leser-Tests möchten wir euch, unserer Community, die Möglichkeit geben, Produkte selbst zu testen. Dazu stellen wir euch Saugroboter, Akkusauger und mehr zur Verfügung – und ihr schreibt den Testbericht! Vielen Dank an unsere Leserin Anja P. für den Testbericht zum Dreame F9!

Wir haben den Testbericht online-redaktionell aufbereitet, aber keine inhaltlichen Änderungen vorgenommen. Weitere Leser-Tester*innen suchen wir regelmäßig hier oder in unserer Saugroboter-Community. Viel Spaß beim Lesen!

Dreame F9 Saugroboter im Test

Dreame ist eine Tochterfirma von Xiaomi und konzentrierte sich bis zum Launch ihres ersten Saugroboters vorwiegend auf die Herstellung von Akkustaubsaugern. Diese erste Saugroboter, den Dreame auf den Markt brachte, ist der Dreame F9.

Dreame F9 Saugroboter Maße flache Bauweise

Der Dreame F9 aus Xiaomis Ökosystem

Produktdaten: Vergleich zum Dreame D9

ModellbezeichnungDreame F9Dreame D9
Preis (UVP)199€299€
Saugkraft2.500 pa3.000 pa
NavigationDual-Gyrosensor mit ToF-SensorLaser-Raumvermessung
Staubbehälter600 ml570 ml
Wassertank für Wischfunktion
200 ml270 ml
Arbeitszeit120 Min. (2 h)150 Min. (2,5 h)
Akku5.200 mAh5.200 mAh
Ladezeit5 h5 h
Lautstärke48-68 dB (variiert mit der gewählten Saugstufe)50-65 dB (variiert mit der gewählten Saugstufe)
Teppich-BoostNeinJa
Selektive RaumeinteilungJaJa
Etagenspeicherung (mehrere Karten speicherbar)NeinJa
Maße35,0 x 35,5 x 8,1 cm35,3 x 35,0 x 9,6 cm
CE-KennzeichenJaJa

Der Dreame F9 inklusive Zubehör wird ordentlich, gut geschützt und platzsparend verpackt geliefert. Zusätzlich zum Hauptgerät selbst sind folgende Inhalte im Lieferumfang enthalten:

Lieferumfang

  • Ladestation mit EU-Ladekabel
  • Wischaufsatz mit angebrachtem Mikrofasertuch
  • Seitenbürste
  • mehrsprachige Bedienungsanleitung
Dreame F9 Saugroboter Lieferumfang

Der Lieferumfang des Dreame F9

Kleines Manko: Es sind keine Ersatzteile im Lieferumfang enthalten. Ein zusätzlicher Hepa-Filter, ein Ersatz-Mikrofasertuch oder eine Seitenbürste zum Auswechseln wären schön gewesen.

Design und Verarbeitung

Der Dreame F9 wirkt mit seinem weißen hochglänzenden Design sehr hochwertig und modern. Die Bedienelemente sind silber-metallfarben hervorgehoben und lassen den Sauger direkt etwas edler wirken. Zusätzlich gut zu erkennen der kameraähnliche TOF-Sensor (time of flight) auf der Oberseite des Saugers. Dies ist ein optischer Sensor, der mit Hilfe von Licht dafür sorgt, dass der Saugroboter Türen und Durchgänge erfassen kann.

Im Vergleich zu anderen Saugrobotern ist der Dreame F9 mit 8 cm Höhe besonders flach. Diese flache Bauweise ist unter anderem möglich, da er lediglich mit einem optischen Dual-Gyrosensor ausgestattet ist. Aber kann so ein Sensor mit einem präzisen LDS (Laserdistanzsensor), wie sie bei hochwertigen Saugrobotern verbaut sind, wirklich mithalten?

Dreame F9 Saugroboter Maße flache Bauweise

Oben zwei Bedienelemente und der optische Sensor (schwarze Linse)

Trotz seiner im Vergleich geringeren Höhe ist der Dreame F9 verhältnismäßig schwer. Das Gewicht sollte aber bei Saugrobotern eher weniger eine Rolle spielen, da man das Gerät ja im Normalfall nicht händisch versetzen muss.

Die Unterseite

Auf der Unterseite des Saugers erkennt man gut das CE-Kennzeichen, die Hauptbürste und sehr stabile Gummirollen, die stark denen anderer Xiaomi-Modelle ähneln. Mit diesen kann der Dreame F9 kleine Hindernisse oder Türschwellen problemlos überfahren. Die Seitenbürste muss wie bei den meisten Saugrobotern vor der ersten Benutzung erst noch montiert werden. Dies ist jedoch mit einem kleinen Klick schnell erledigt.

Dreame F9 Saugroboter Unterseite

Die Unterseite des Saugroboters

Insgesamt fühlen sich die Bauteile auf jeden Fall sehr stabil und wertig an. Auch die im Vergleich zu anderen Saugrobotern verhältnismäßig große Staubkammer (0,6 l Fassungsvermögen) kann überzeugen. Der eingesetzte HEPA-Filter lässt sich bei Bedarf reinigen oder austauschen.

Dreame F9 Saugroboter Staubkammer

Die 0,6 l große Staubkammer

Klappt man den Deckel des Dreame F9 auf, befindet sich direkt vor der Staubkammer noch der Reinigungspinsel. Praktisch, denn so kann dieser nicht verloren gehen.

Dreame F9 Saugroboter Klappe Oberseite

Vorne zu sehen: Der Reinigungspinsel

Arbeitsweise und Navigation

Der Dreame F9 arbeitet wie bereits erwähnt nicht mit der Laserdistanzmessung, sondern via Dual-Gyrosensor und TOF-Sensor. Durch das Messen der Drehbewegungen von der Ladestation aus ist er in der Lage, sich in allen Räumen zurecht zu finden.

Obwohl kein LDS verwendet wird, ist der Dreame F9 trotzdem in der Lage durch Visual Simultaneous Localization and Mapping über die App eine präzise Karte zu erstellen. Er kann sogar Räume automatisch erkennen und den Reinigungsverlauf in Echtzeit in der App wiedergeben. Das hat den Vorteil, dass man gezielte Reinigungen in einzelnen Räumen vornehmen kann und nicht immer eine komplette Ebene reinigen lassen muss.

Dreame F9 Saugroboter Xiaomi Home App Live-Mapping selektive Raumeinteilung

So sieht die erstellte Karte in der Xiaomi Home App aus.

Die Ladestation ist klein und kompakt und lässt sich problemlos in jeder Wohnung integrieren. Sie ähnelt sehr der Ladestation gängiger Xiaomi-Saugroboter.

Beim ersten Start des Saugroboters sollte man am besten alle beweglichen Hindernisse entfernen, Türen offen halten und anschließend ohne Unterbrechung sämtliche Räume abfahren lassen. Anschließend erkennt er über die App automatisch einzelne Räume. Falls nicht, kann man die Räume jedoch nachträglich selbst einteilen und voneinander abgrenzen.

Effiziente Reiniungspfade in geraden Bahnen

Bei der Reinigung arbeitet der Dreame F9 nach dem gängigen energiesparenden und besonders effizienten S-Typ Reinigungspfad. Das bedeutet, er fährt die Räume systematisch im Zick-Zack und nicht nach einem Chaos-Prinzip ab. Zuerst fährt er alle äußeren Wände ab. Anschließend wird dann im Zick-Zack bzw. in geraden Bahnen die zu reinigende Fläche befahren

Am Ende einer Reinigung eines Raumes werden zusätzlich noch einmal alle äußeren Wände abgefahren. Dies macht nicht jeder Saugroboter. Dementsprechend dauert eine Reinigung zwar etwas länger als bei anderen Modellen, dafür ist sie allerdings auch gründlicher. Die Reinigungsleistung ist insgesamt also sehr gut. Auch größerer Schmutz wird problemlos aufgenommen. Hier gibt es absolut nichts auszusetzen.

Im Vergleich zu anderen Saugrobotern kann man sagen, dass der Dreame F9 wirklich vorsichtig Hindernisse anfährt und man so davon ausgehen kann, dass keine Beschädigung von Möbeln etc. zu erwarten ist. Lediglich bei sehr dunklen Möbeln scheint er das ein oder andere Mal Probleme zu haben, diese zu erkennen und fährt doch mit etwas mehr Schwung dagegen.

Mit dunklen Teppichen soll er aber keine Probleme haben. Die flache Bauweise ermöglicht eine Reinigung auch unter sehr niedrigen Möbelstücken. Das ist ein ganz klarer Vorteil.

Dreame F9 Saugroboter Maße flach gebaut geringe Höhe

Mit seiner Höhe von nur 8 cm schafft es der F9 unter viele Möbelstücke.

Es werde (besser) Licht

Was leider nicht von Anfang an optimal funktioniert, ist das Reinigen in dunklen Räumen. In Räumen ohne Lichteinstrahlung (egal ob Tageslicht oder künstliche Licht) verliert der Dreame F9 manchmal die Orientierung. Das hat den Nachteil, dass man diese Räume dann nur bei eingeschalteter Lichtquelle reinigen kann.

Und auch nachts im Dunkeln kann man ihn dementsprechend nicht reinigen lassen. Zumindest Nachbarn werden sich darüber freuen. Hier muss man jedoch anmerken, dass die Probleme beim Reinigen im Dunkeln nach der Erstellung der Karte immer besser wurden bzw. kaum noch auftraten. Der F9 scheint lernfähig zu sein.

Die Lautstärke des Dreame F9 befindet sich absolut im Rahmen. Er ist weder extrem leise noch besonders laut. Im Normalfall befindet man sich während der Reinigung jedoch nicht in den Räumlichkeiten, sodass hier keine Probleme zu erwarten sind.

Er besitzt insgesamt 4 Reinigungsstufen: Leise, Standard, Stark und Turbo. Aber selbst bei der leisen und damit schwächsten Reinigungsstufe hinterlässt der Dreame F9 ein sauberes Ergebnis.

Die 150 Minuten Arbeitszeit sind für eine Wohnung bis zu 100 qm absolut ausreichend. Sollte es dennoch vorkommen, dass eine Reinigung nicht komplett abgeschlossen werden kann, weil der Akku leer ist, fährt der Dreame F9 zurück zur Ladestation und setzt die Reinigung automatisch fort, sobald er geladen ist.

Die Wischfunktion

Auch das Wischen funktioniert mit dem Dreame F9 verhältnismäßig gut. So gut wie es eben ein Saugroboter im Vergleich zum herkömmlichen Wischmopp schaffen kann. Der Wischaufsatz ist schnell und einfach montiert.

Über die App kann man die einzusetzende Wassermenge in 3 Stufen regulieren. Ein tolles Feature in dieser Preisklasse. So kann man je nach Bodenbeschaffenheit, beispielsweise auf Fliesen, die Wasserzufuhr deutlich erhöhen.

Schade ist allerdings, dass es keine Auffangmatte zur Anbringung an die Ladestation gibt, um eventuell austretende Flüssigkeiten aus dem Wischaufsatz bei zu langer Standzeit minimieren zu können. Bei anderen Xiaomi Modellen ist so etwas im Lieferumfang enthalten. Diese sind allerdings auch preislich einer anderen Kategorie zuzuordnen. Stattdessen erinnert der Dreame F9 einen nur nach jeder Reinigung akustisch vorm Aufladen daran den Wischaufsatz abzunehmen. Besser als nichts!

Wer keine App verwenden möchte, kann den Dreame F9 natürlich auch einfach manuell über den Startbutton an der Oberseite des Saugroboters nutzen. Dann fährt er alle Räume, die ihm zugänglich sind, ab. Drückt man den Button mit dem Haussymbol, fährt der Sauger zurück zu seiner Ladestation, drückt man ihn etwas länger, reinigt der F9 einen kleinen eingegrenzten Umkreis um sich herum, also eine manuelle Zonenreinigung.

Dreame F9 Saugroboter Design Oberseite

Buttons zur manuellen Steuerung des Roboters

App-Steuerung

Die App-Steuerung läuft über die bekannte Xiaomi Home App. Diese gibt es sowohl für Android– als auch iOS-Geräte. Sollte man bereits andere Xiaomi Geräte bei sich zu Hause im Einsatz haben, ist es ein enormer Vorteil, alles in einer App zusammenfassen zu können.

Die Einbindung des Gerätes läuft meistens relativ zügig und ohne Probleme. Einfach WLAN und Bluetooth sowie die Standortfreigabe am Smartphone aktivieren und unter „Gerät hinzufügen“ in der App den Dreame F9 (dieser sollte jetzt automatisch gefunden werden) auswählen. Die einzelnen Schritte zum Verbinden sind sowohl in der App als auch im mitgelieferten Handbuch gut erklärt.

Mit Hilfe der App lassen sich folgende Funktionen ausführen:

Die Funktionen der App

  • Erstellung einer Karte
  • Festlegung von No-Go-Zonen und virtuellen Wänden
  • Fernsteuerung
  • Auswahl der Saugstufe (Leise / Standard / Stark / Turbo)
  • Einstellen der Wassermenge beim Wischen
  • Ortung des Saugroboters
  • Festlegung von Reinigungsintervallen
  • Einstellung und Auswahl von Sprache und Lautstärke
  • Zustand/Verschleißanzeige (Zustand von Filter / Seitenbürste / Hauptbürste)

Hin und wieder kann es vorkommen, dass es neue Firmware-Updates gibt. Dies wird ebenfalls über die App angezeigt. Wenn der Saugroboter sich an der Ladestation befindet, können diese schnell und einfach aktualisiert werden.

Alles in allem ist die App sehr übersichtlich. Auch sprachlich gibt es hier kaum etwas auszusetzen. Sobald man den Roboter einmal komplett alle Räume abfahren lassen hat, wird eine Karte gespeichert und automatisch einzelne Räume erkannt, welche wahlweise getrennt oder auch zusammengefügt werden können. 

Räume genau nachvollziehen können

Eine äußerst praktische Angelegenheit, wenn man nicht zwangsläufig immer die ganze Wohnung reinigen und nicht umständlich einzelne Zonen auswählen möchte. Die einzelnen Räume werden automatisch farblich voneinander abgegrenzt und können zusätzlich noch benannt und durch Symbole (beispielsweise ein Bett für Schlafzimmer oder eine Kochmütze für Küche) kenntlich gemacht werden. Bringt dem Nutzer zwar keine nennenswerten Vorteile, sieht aber in der App ganz nett aus.

Dreame F9 Saugroboter Xiaomi Home App Live-Mapping selektive Raumeinteilung

Links Reinigungsverlauf in Echtzeit, mittig farbliche Abgrenzung, rechts Einteilung von Zonen

Hindernisse oder Bereiche, die nicht angefahren werden sollen, können durch Setzen von virtuellen Wänden oder Einrichten von No-Go Zonen abgegrenzt werden. Ganz interessant ist auch die Möglichkeit der Festlegung von Wischfreien Zonen. Sobald der Saugroboter dann in dieses Bereich fährt wird die Wasserzufuhr automatisch gestoppt.

Bei der Festlegung von automatischen Reinigungsintervallen unter dem Menüpunkt „Timing-Einstellung“ besteht die Option einzelne Räume auszuwählen und die jeweilige Saug- und Wischleistung unterschiedlich festzulegen.

Dreame F9 Saugroboter Xiaomi Home App Einstellungen Arbeitszeiten Verschleißmaterialien

Links Verschleißmaterialzustand, rechts Reinigungsintervalle festlegen

Über die App hat man auch die Möglichkeit, die ausgewählte Reinigungsleistung direkt zweifach auszuführen. Das könnte bei größeren Verschmutzungen das ein oder andere Mal hilfreich sein. Leider kann man diese Auswahl nicht bei fest hinterlegten Reinigungsintervallen implementieren.

Der Dreame F9 lässt sich auch per Fernsteuerung über die App navigieren. Ein Feature, das viele Saugroboter bieten. Allerdings nutzt man diese Funktion im Alltag doch eher weniger. Also mehr Spielerei als Nutzen.

Über den Punkt „Restzeit“ kann man sich in der App den Verschleiß der Verbrauchsteile anzeigen lassen und wird automatisch daran erinnert, sobald es Zeit ist, das ein oder andere Teil auszutauschen oder zu reinigen.

Fazit: Dreame F9 Saugroboter kaufen?

Alles in allem und vor allem zu diesem Preis ist der Dreame F9 eine absolute Empfehlung. Natürlich muss man an der einen oder anderen Stelle im Vergleich zu den Top-Modellen ein paar Abstriche machen. Dennoch darf man hier den Preisunterschied nicht außer Acht lassen.

Für das Geld bietet der Dreame F9 ziemlich viele Features. Und auch der fehlende Laserdistanzsensor scheint dem Gerät kaum zu schaden. Ich bin definitiv positiv überrascht und habe den Dreame F9 für mein Obergeschoss als Zweitgerät persönlich bei mir im Einsatz.

Pro

  • geringer Anschaffungspreis
  • Steuerung über Xiaomi Home App mit Raumeinteilung und Erstellung einer Karte
  • flache Bauweise
  • hohe Saugkraft
  • lange Arbeitszeit
  • große Staubkammer

Kontra

  • nicht so gute Orientierung bei zu dunklen Lichtverhältnissen
  • für sehr dunkle Möbel nicht unbedingt zu empfehlen
  • keine Mehrfach-Kartenspeicherung möglich

2 Kommentare

  1. John Doe

    Danke für diesen ausführlichen Testbericht. Sehr informativ.

    Antworten
    • Tim

      Danke für das positive Feedback!

      Antworten

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